Bauernregeln

Jänner
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Jänner

1. Neujahrsnacht still und klar,
deutet auf ein gutes Jahr.

Ein Jahr, das mit Regen fängt an,
bringt nichts Gutes auf den Plan.

2. Wie das Wetter an Makar,
wird der September, trüb oder klar.

3. Ist´s im Jänner nur warm,
wird der Bauer arm.

4. Knarrt im Eis und Schnee,
gibts zur Ernt´viel Korn und Klee.

5. Jännersonne
hat weder Kraft noch Wonne.

6. Heiligdreikönig sonnig und still,
Winter vor Ostern nicht weichen will.

7. Jänner, je kälter und heller,
Scheune und Faß um so völler.

8. Sankt Erhard mit der Hack,
steckt die Wintertage in den Sack.

9. Sankt Julian bricht das Eis,
bricht er es nicht, umarmt er es.

10. An Agathe Sonnenschein
bringt viel Korn und Wein.

11. Je frostiger der Januar,
je freundlicher das ganze Jahr.

12. Ist der Jänner heiß und weiß,
kommt der Frühling ohne Eis,
wird der Sommer sicher heiß.

13. Jänner warm,
daß Gott erbarm.

14. Jänner hart und rau,
nützt dem Getreidebau.

15. Zu Sankt Paul Sonnenschein,
bringt viel Korn und guten Wein.

16. Ist derJänner frostig und kalt,
lockt uns bald der grüne Wald.

17. Große Kälte am Antonitag,
gar nicht lange dauern mag.

18. Die Erde muss ein Bettuch haben,
soll sie den Winterschlummer haben.

19. Im Jänner werden die Tage länger,
und der Winter strenger.

20. Auf Fabian, Sebastian
fängt der rechtre Winter an.

21. Willst du Erbsen und Zwiebeln dick,
säe sie zu Sankt Benedikt.

22. Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee
bringt das Jahr viel Heu und Klee.

23. Auf Nebel im Januar,
folgt oft ein nasses Jahr.

24. Tanzen im Jänner die Mücken,
muss der Bauer nach dem Futter gucken.

25. Pauli Bekehr –
der halbe Winter hin, der halbe Winter her.

26. Timotheus bricht´s Eis,
hat er keins, so macht er eins.

27. Im Jänner Regen,
ist nicht von Segen.

28. Kommt der Frost im Jänner nicht,
zeigt er im Februar sein Gesicht.

29. Ist der Jänner sehr nass,
bleibt leer des Winzers Fass.

30. Bringt Martina Sonnenschein,
hofft man auf viel Korn und Wein.

31. Ist Anfang und Ende des Monats schön,
so bedeutet´s ein gutes Jahr.

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Februar

1. Der Februar muss stürmen und blasen,
soll das Vieh im Lenze grasen.

2. Lichtmess im Klee,
Ostern im Schnee.

3. St. Blasius stößt dem Winter
die Hörner ab.

4. Wenn im Februar die Mücken schwärmen,
muss man im Märzen die Ohren wärmen.

5. Sonnt sich die Katze im Februar,
muss sie im März hintern Ofen gar.

St. Agatha die Gottesbraut,
macht dass Eis und Schnee gern taut.

6. St. Dorothee
bringt meistens Schnee.

7. Nimmt sich der Februar Schnee und Eis
verdient der nächste Mai den Preis.

8. Hornung (alter Name für Februar) hell und klar
gibt ein gutes Frühjahr.

9. Ist es zu Appolonie feucht,
der Winter meist erst spät entfleucht.

10. Spielen die Mücken im Februar,
frieren die Schafe und Bienen das ganze Jahr.

11. Ob es warm, ob es kalt – in jedem Fall:
viel Narren gibt es im Karneval.

12. St. Eulalia Sonnenschein
bringt viel Obst und guten Wein.

13. Wenn es im Februar regnerisch ist,
hilft es so viel wie guter Mist.

14. Valentinstag – der Tag der Liebenden.
Am Tage von St. Valentin
gehen Eis und Schnee dahin.

15. Februar mit Frost und Wind,
macht die Ostertage lind.

16. Spielen im Februar die Mücken,
gibt es im Heustall Lücken.

17. Heftige Nordwind im Februar
vermeiden ein gar fruchtbar Jahr.

18. Friert es um Simeon ganz plötzlich,
bleibt der Frost nicht lang gesetzlich.

19. Viel Nebel im Februar,
viel Regen im ganzen Jahr.

20. Hätte der Februar Januars Gewalt,
ließ er erfrieren jung und alt.

21. Februar im Schnee und Regen,
deutet an den Gottessegen.

22. Wenn es friert auf Petri Stuhlfeier,
friert es noch vierzehnmal heuer.

23. Ist der Februar trocken und kalt,
kommt im Frühjahr Hitze bald.

24. St. Matthias hab ich lieb,
denn er gibt dem Baum den Trieb.

25. Wenn sich Sankt Walburgis zeigt,
der Birkensaft nach oben steigt.

26. Alexander und Leander
bringen Märzluft miteinander.

27. Februartau bringt Nachtfrost im Mai.

28. St. Roman hell und klar,
bedeutet ein gutes Jahr.

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März

1. Lässt der März sich trocken an,
bringt er Brot für jedermann.

2. Der März soll kommen wie ein Wolf
und gehen wie ein Lamm.

3. Sankt Kunigund macht warm von unt.

4. Ein grüner März bringt selten was Gutes.

5. Trockener März füllt den Keller.

6. Ein feuchter März,
ist des Bauern Schmerz.

7. Schnee, der nun im Märzen weht,
abends kommt und geht.

8. Märzenregen bringt keinen Segen.

9. Soviel der März an Nebeln macht,
sooft im Juni Donner kracht.

10. Vierzig Ritter mit Eis und Schnee
tun dem Ofen noch vierzig Tage weh.

11. Der Frost soll klirren,
dann macht der Sommer keine Wirren.

12. Sankt Gregor zeigt dem Bauer an,
ob er im Felde säen kann.

13. Märzenblüte ist ohne Güte.

14. Was der März nicht will
holt sich der April,
was der April nicht mag,
steckt der Mai in den Sack.

15. Der März greift der Saat
ans Herz.

16. Trockener März füllt den Keller.

17. Sieht Sankt Gertrud Eis,
wird das ganze Jahr nicht heiß.

18. Ist der Himmel voller Sterne,
ist die Nacht voll Kälte gerne.

19. Joseph klar – 
gutes Honigjahr.

20. Wie das Wetter zu Frühlingsanfang,
so ist es den ganzen Sommer lang.

21. Wenn´s donnert in den März hinein,
wird der Roggen gut gedeihen.

22. Siehst du im März gelbe Blumen im Freien,
magst du getrost deinen Samen streuen.

23. Ein Lot Märzenstaub
ist einen Dukaten wert.

24. Palmsonntag hell und klar
gibt ein gut und fruchtbar Jahr.

25. Zu Maria Verkündigung
kehren die Schwalben wieder um.

26. Ist´s um Ludger feucht,
bleiben die Körnerböden leicht.

27. Ist an Sank Rupert der Himmel rein,
so wird er´s auch im Juni sein.

28. Donnert´s im März
so schneit es im Mai.

29. Wenn es am Karfreitag regnet,
ist das ganze Jahr gesegnet.

30. Auf Märzenregen 
folgt Sonnensegen.

31. Zu Anfang oder zu End
der März sein Gift versendt.

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April

1. Säen am 1. April
verdirbt den Bauern mit Sumpf und Stil.

2. Der April ist fürwahr
ein Schlüssel zum ganzen Jahr.

3. Bald trüb und rau, bald licht und mild,
ist der April des Menschen Ebenbild.

4. Ist der April schön und rein,
wird der Mai umso wilder sein.

5. Der April 
macht alle Tage neunmal sein Spiel.

6. Donner im April
viel Gutes künden will.

7. Ein richtiger April,
der tut was er will.

8. Heller Mondschein im April
schadet den Blüten viel.

9. Bläst der April mit beiden Backen,
gibt´s genug zu jäten und zu hacken.

10. Wohl hundertmal schlägt das Wetter um,
das ist des Aprils Privilegium.

11. April und Mai
sind die Schüsseln zum ganzen Jahr.

12. Wenn der April Spektakel macht,
gibt´s Korn und Heu in voller Pracht.

13. Gras, was im April wächst,
steht im Mai fest.

14. Ist der April zu schön,
kann im Mai der Schnee noch wehn.

15. April, dein Segen,
heißt Sonne und Regen.
Bloß den Hagel –
den häng an den Nagel.

16. Gehst du im April bei Sonne aus,
lass nie den Regenschirm zu Haus.

17. Der April macht die Blumen
und der Mai hat den Dank dafür.

18. Nasser April – blumiger Mai.

19. Bauen im April schon die Schwalben,
gibt´s viel Futter, Korn und Kolben.

20. Aprilwetter und Kartenglück
wechseln jeden Augenblick.

21. Im April wächst das Gras
ganz still.

22. Gibt´s Gewitter vorm Georgitag,
so folgt gewiss noch Kälte nach.

23. Wer sät und seine Saat nicht pflegt,
der hat umsonst die Hand bewegt.

24. April windig und trocken,
mag das Wachstum stocken.

25. Gibt es an Markus Sonnenschein,
so bekommt man guten Wein.

26. April nass und kalt,
wächst das Korn wie ein Wald.

27. Aprilschnee ist Grasbrüter.

28. Friert´s am Tag von Sankt Vital,
so friert es noch fünfzehnmal.

29. Aprildürre macht jede Hoffnung irre.

30. Heller Mondschein im April
gibts an Obst nicht viel.

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Mai

1. Im Mai viel Wind,
begehrt des Bauern Gesind.

2. Regen im Mai
bringt Wohlstand und Heu.l

3. Wie das Wetter am Kreuzauffindungstag,
bis Himmelfahrt es bleiben mag.

4. Der Florian, der Florian 
noch einen Schneemann setzen kann.

5. Maienfröste – unütze Gäste.

6. Mairegen auf die Saaten
ist wie Dukaten.

7. Wenn sich naht Sankt Stanislaus,
rollen die Kartoffeln raus.

8. Wenn´s im Mai viel regnet,
ist das Jahr gesegnet.

9. Ein guter Mai fürwahr
ist der Schlüssel zum ganzen Jahr.

10. Nordwind im Mai,
bringt Trockenheit herbei.

11. Frost im Mai schadet Wein,
Hopfen, Bäumen, Korn und Lein´.

12. Ist Sankt Pankratius schön,
wird guten Wein man sehn.

13. Vor Nachtfrost bist du sicher nicht,
bis dass herein Servatius bricht.

14. Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei,
schreien die Bauern und Winzer juchei.

15. Sophia man die Kalte nennt,
weil sie gern kaltes Wetter bringt.

16. Heiliger Johann Nepomuk,
treib und die Wassergüss zurück.

17. Wenn die Kröten fleißig laufen,
wollen sie bald Regen saufen.

18. Nordwind im Mai –
singt der Bauer juchei !

19. Ist´s im Mai kühl und nass,
haben die Maikäfer keinen Spaß.

20. Donnert es im Maien viel,
hat der Bauer gewonnenes Spiel.

21. Der Mai bringt Blumen dem Gesichte,
aber für den Magen keine Früchte.

22. Nasser Mai,
bringt trockenen Juni herbei.

23. Schwärmt die Biene schon im Mai,
gibt es ganz bestimmt viel Heu.

24. Magdalena weint um ihren Herrn,
drum regnet´s an ihrem Tage gern.

25. Sankt Urban hell und rein,
gibt viel Korn und Wein.

26. Mai ohne Regen
fehlt´s allerwegen.

27. Ein kalter Mai tötet Ungeziefer
und verspricht eine gute Ernte.

28. Wenn´s im Mai donnert,
gibt die Kuh Milch.

29. Regen im Mai
bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu.

30. Sankt Wigand, dieser böse Tag,
zuletzt noch Nachtfrost bringen mag.

31. Ist es klar an Petronell`,
messt den Flachs ihr mit der Ell`.

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Juni

1. Stellt der Juni sich milde ein,
wird milde auch der Dezember sein.

2. Gibts im Juni Donnerwetter,
wird auch das Getreide fetter.

3. Bleibt der Juni kühl,
wird´s dem Bauer schwül.

4. Was im Juni nicht wächst,
gehört in den Ofen.

5. Ist der Juni warum und nass,
gibt´s viel Frucht und grünes Gras.

6. Soll Feld und Garten wohl gedeihen,
dann braucht´s im Juni Sonnenschein.

7. Im Juni, Bauer, bete,
dass der Hagel nicht alles zertrete.

8. Regen am Medardustag
verdirbt den ganzen Heuetag.

9. Wenn im Juni Nordwind weht,
das Korn zur Ernte trefflich steht.

10. Hat Margareth kein Sonnenschein,
kommt das Heu nie trocken ein.

11. Wenn Sankt Barnabas bringt Regen,
so gibt es viel Traubensegen.

12. Soll gedeihen Korn und Wein,
muss im Juni Wärme sein.

13. Regnet es am Antoniustag,
wird´s Wetter später wie es mag.

14. Im Juni kühl und trocken,
dann gibt´s was in die Milch zu brocken.

15. Regnet es an St. Veit,
die Gerste nicht leid´t.

16. Im Juni bleibt man gerne stehn,
um nach Regen auszusehen.

17. Starker Tau hält Himmel blau.

18. Wie die Junihitze sich stellt,
stellt sich auch die Dezemberkält.

19. Wenn es regnet auf Sankt Gervasius,
es vierzig Tage regnen muß.

20. Viel Donner im Juni bringt ein fruchtbar Jahr.

21. Ist die Milchstraße klar zu sehen,
bleibt das Wetter schön.

22. Kommt das Gras erst spät in Gang,
wird es dicht und trotzdem lang.

23. Vor Johannes bitt um Regen,
nachher kommt er ungelegen.

24. Am Johannistag, 
die ersten Kirschen nach Hause trag.

25. Wind aus Norden im Junius,
ist des Segens Weihekuss.

26. Wenn nass und kalt der Juni war,
verdirbt er meist das ganze Jahr.

27. Wie das Wetter am Siebenschläfertag,
so bleibt es sieben Wochen danach.

28. Was es in die Rosen regnet,
wird den Feldern mehr gesegnet.

29. Peter und Paul hell und klar
bringt ein gutes Jahr.

30. Juni feucht und warm
macht den Bauern nicht arm.

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Juli

1. So golden die Sonne im Juli strahlt,
so golden sich der Weizen malt.

2. Wie Maria ins Gebirge zieht ein,
so wird der ganze Juli sein.

3. Juli heiß,
lohnt Müh und Schweiß

4. Regnet es am Sankt-Ulrichs-Tag
macht die Birnen stichig-mad.

5. Im Juli will der Bauer lieber schwitzen,
als untätig hintern Ofen sitzen.

6. Ein tüchtiges Juligewitter
ist gut für Winzer und Schnitter.

7. Was im Juli nicht geraten,
läßt der September ungebraten.

8. Der heilige Sank Kilian
stellt die ersten Schnitter an.

9. Ist es im Juli recht hell und warm,
frierts um Weihnachten reich und arm.

10. Wie es die sieben Brüder treiben,
soll es sieben Wochen bleiben.

11. Wechselt im Juli stets Regen und Sonnenschein,
so wird im nächsten Jahr die Ernte reichlich sein.

12. Wenn die Schwalben im Flug das Wasser berühren,
ist ein Gewitter bald zu spüren.

13. Kommt ab und zu ein Juligewitter,
verzagen weder Winzer noch Schnitter.

14. Was der Juli nicht siedet,
kann der August nicht braten.

15. Kalter Juliregen
für die Rehbrunft kein Segen.

16. Kriechen großen Spinnen, Würmer
und Schnecken über die Wege,
dann kommt es sicher bald zum Regnen.

17. Regen an Alexe
wird zu alten Hexe.

18. Wettert der Juli mit großem Zorn,
bringt er dafür reicheres Korn.

19. Nur in der Juliglut
wird Obst und Wein dir gut.

20. Der Namenstag der heiligen Margarethe
ist bei den Bauern nicht allzu beliebt,
weil es dem Vernehmen nach hier sehr oft regnet.

21. Zwischen Margarethe und Jakob
die stärksten Gewitter toben.

22. An Magdalena regnet es gern,
weil sie weite um den Herrn.

23. Klar muss Apollinaris sein,
soll der Bauer sich erfreuen.

24. Wenn im Juli die Ameisen ungewöhnlich tragen,
wollen sie einen frühen oder harten Winter ansagen.

25. Sind zu Jakob trocken Feld und Garten,
ist ein strenger Winter zu erwarten.

26. Ist Sankt Anna klar und rein,
wird bald das Korn geborgen sein.

27. Was der Juli verbricht,
rettet der September nicht.

28. Viele Rosen – scharfes Wintertosen.

29. Ohne Sonnenschein wird der Wein nicht fein.

30. Regnet es zum Juli hinaus, 
guckt der Bauer nicht gern aus dem Haus.

31. Wenn die Schwalben Ende Juli schon ziehen,
sie vor der baldigen Kälte fliegen.

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August

1. Anfang August heiß, 
Winter lang und weiß.

2. Gibt es im August viel Sonnenschein,
so wird die Ernte reichlich sein.

3. Fängt der August mit Donnern an,
er es bis zum Ende nicht lassen kann.

4. Hitze an Sankt Dominikus,
ein strenger Winter kommen muss.

5. Oswald-Tag muss trocken sein,
sonst wird teuer Korn und Wein.

6. Im August am Morgen Regen
wird vor Mittag sich nicht legen.

7. An Sankt Afra Regen
kommt dem Bauern ungelegen.

8. Bei Hitze an Sankt Dominikus
ein strenger Winter kommen muss.

9. Wenn es im August nicht regnet,
ist der Winter mit Schnee gesegnet.

10. Laurenzi gut – einen schönen Herbst verheißen tut.

11. Gibt es im August keine Garben,
wird man im Winter darben.

12. Im August muss es Hitze haben,
sonst wird der Obstbaumsegen begraben.

13. Wie das Wetter zu Hippolyth,
so es mehrere Tage geschieht.

14. Je dicker die Regentropfen im August,
je dicker wird auch der Most.

15. Mariä Himmelfahrt im Sonnenschein
bringt meist viel und guten Wein.

16. Wenn Sankt Rochus trübe schaut,
kommt gern die Raupe in das Kraut.

17. Wenn das Federbett im August zu heiß,
trägt Honig die Biene aus der Heide mit Fleiß.

18. Wenn im August viele Goldkäfer laufen,
braucht der Winter den Wein nicht kaufen.

19. Regnet es an Sankt Sebald,
nahet teure Zeit sehr bald.

20. August ohne Feuer
macht das Brot zu teuer.

21. Der Tau ist dem August so not,
wie jedermann sein täglich Brot.

22. Ein trockener August hat die Leute
noch nie Arm gemacht –
ein nasser schon.

23. Gedeihen Schafgarbe und Löwenzahn,
ist es um den Menschen wohlgetan.

24. Regen an Barholomä
tut den Reben bitter weh.

25. Was Juli und August nicht taten,
lässt auch der September ungebraten.

26. Im August Wind aus Nord
jagt Unbeständigkeit fort.

27. Wenn es im August nicht regnet,
ist der Winter mit Schnee gesegnet.

28. Um die Zeit von Augustin
gehen die warmen Tage hin.

29. Wenn die Ameisen sich verkriechen,
wird bald Regen vom Himmel gießen.

30. Bischof Felix zeiget an,
was wir vierzig Tage für Wetter han.

31. Sankt Raimund treibt die Wetter aus.

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September

1. Ist Ägidi ein schöner Tag,
ich dir einen schönen Herbst ansag.

2. September warm und klar,
verheißt ein gutes nächstes Jahr.

3. Im September viel Schleh,
im Dezember viel Schnee.

4. Der September ist der Mai des Herbstes.

5. Septemberanfang mit feinem Regen
kommt allzeit dem Bauern gelegen.

6. Ein Herbst, der hell und klar,
ist gut für das kommende Jahr,
wie das Wetter am Magnustag,
so es vier Wochen bleiben mag.

7. Ist Regina warm und wonnig,
bleibt das Wetter lagen sonnig.

8. Wie sich das Wetter an Mariä Geburt verhält,
so ist es noch weiter vier Wochen bestellt.

9. Ist es an Sankt Georgen schön,
wird man wenig schöne Tage sehen.

10. Septemberregen – für Saaten und Vieh gelegen.

11. Septemberwärme dann und wann
zeigt einen harten Winter an.

12. An Maria Namen sagt der Sommer Amen.

13. Bleiben die Schwalben noch lange,
sei vor dem Winter nicht bange.

14. Ist´s hell am Kreuzerhöhungstag,
so folgt ein strenger Winter nach.

15. Wittert´s im September noch,
liegt im März der Schnee noch hoch.

16. Sankt Ludmilla, das fromme Kind,
bringt gern Regen und Wind.

17. Trocken wird das Frühjahr sein,
ist Sankt Lambert klar und rein.

18. Wenn der September noch donnern kann,
setzen die Bäume Blüten an.

19. Gewitter im September
deuten auf Schnee im Dezember.

20. Durch des Septembers heiteren Blick
schaut noch einmal der Mai zurück.

21. Wenn Matthäus weint statt lacht,
aus dem Wein er Essig macht.

22. Ist Sankt Moritz hell und klar,
stürmt der Winter, das ist wahr.

23. Fällt im Wald das Laub sehr schnell,
ist der Winter bald zur Stell´.

24. Sitzen die Birnen fest am Stil,
bringt der Winter an Kälte viel.

25. Nebelt´s an Sankt Kleophas,
wird der ganze Winter nass.

26. Zu Sankt Kosmas und Damian,
fängt sich das Laub zu färben an.

27. Wenn Hiltrud im Kalender steht,
wird noch einmal das Gras gemäht.

28. Nach Septembergewitter –
im Winter viel Schnee und Kältezittern.

29. Um Michaeli in der Tat
gedeiht die beste Wintersaat.

30. Sind Zugvögel nach Michaelis noch hier,
haben bis Weihnachten lind Wetter wir.

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Oktober

1. Von Oktobermücken
lass dich nicht bedrücken.

2. Laubfall an Leodegar,
kündigt an ein fruchtbaren Jahr.

3. Oktober – Sonnenschein
schüttet Zucker in den Wein.

4. Im Oktober Sturm und Wind
uns einen frühen Winter künd´.

5. Im Oktober viel Nebel auf der Höh,
bringen im Winter viel Schnee.

6. Warmer Oktober bringt fürwahr
einen sehr kalten Februar.

7. Ein Oktoberhimmel voll Stern´
hat warme Öfen gern.

8. Sankt Pelei
führt Donner und Hagel herbei.

9. Regnet´s an Sankt Dionys,
wird der Winter nass gewiss.

10. Scharren die Mäuse tief sich ein,
wird ein harter Winter sein.

11. Ist der Oktober kalt und klar,
erfrieren die Raupen fürs nächste Jahr.

12. Oktoberwind, das glaube mir,
kündigt einen harten Winter dir.

13. Wenn die Bäume zweimal blühen,
wird sich der Winter bis Mai hinziehen.

14. Hält der Oktober das Laub,
wirbelt an Weihnachten der Staub.

15. Zu Theres
beginnt die Weinles´.

16. Sankt Gall
treibt die Kuh in den Stall.

17. Nach Sankt Hedwig und Sankt Gall
schweigt der Vögel Sang und Schall.

18. Ist Sankt Lukas mild und warm,
kommt ein Winter, dass Gott erbarm!

19. Bringt der Oktober viel Regen,
ist´s für die Felder ein Segen.

20. Oktobernordlicht, glaub es mir,
verkünden harten Winter dir.

21. Sankt Ursulas Beginn
zeigt auf den Winter hin.

22. Im Oktober der Nebel viel,
bringt der Winter Flockenspiel.

23. Wenn´s Sankt Severin gefällt,
bringt er die erste Kält´.

24. Wenn im Moor viel Irrlicht steh´n,
wird das Wetter lange schön.

25. Am Tage von Sankt Krispin
sind die letzten Fliegen dahin.

26. Zu Ende Oktober Regen,
bringt ein fruchtbar Jahr zugegen.

27. Ist der Oktober nass und kühl,
mild der Winter werden will.

28. Simon und Judas diese zwei,
bringen oft schon Schnee herbei.

29. Wenn Frost und Schnee im Oktober war,
so gibt´s gelinden Januar.

30. Wie im Oktober der Regen war,
so im Dezember die Winde brausen.

31. Sankt Wolfgang Regen,
verspricht ein Jahr voll Segen.

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Nobember

1. Ist Allerheiligen Sonnenschein,
wird Martini um so kälter sein.

2. Der Allerseelentag
will drei Tropfen Regen haben.

3. November tritt oft hart herein,
muss nicht viel dahinter sein.

4. Bringt November Morgenrot,
der Aussaat dann viel Schaden droht.

5. Ist der November kalt und klar,
wird trüb und mild der Januar.

6. Nach der vielen Arbeit Schwere,
an Leonhardi die Rösser ehre.

7. Wenn im Nebelmond noch die Mücken reigen,
wird ein milder Winter sich zeigen.

8. Im November viel Nass –
auf den Wiesen viel Graß.

9. Hängt das Laub in den November rein,
wird der Winter ein langer sein.

10. Magere Gans und herber Wein,
Gott behüt uns vor den zwei´n.
11. Hat Martini weißen Bart,
wird der Winter lang und hart.

12. Wenn um Martini Nebel sind,
so wird der Winter meist gelind.

13. Kommen des Nordens Vögel an,
zeigt er starke Kälte an.

14. Je mehr Schnee im November fällt,
um so fruchtbarer wird das Feld.

15. Der heilige Leopold
ist dem Altweibersommer hold.

16. Tummeln sich an Gertrud noch Haselmäuse,
ist es weit mit des Winters Eise.

17. Wenn viele Spinnen kriechen,
sie schon den Winter riechen.

18. Auf warmen Herbst
folgt ein langer Winter.

19. Sankt Elisabeth sagt an,
was der Winter für ein Mann.

20. Novemberdonner
schafft guten Sommer.

21. Mariä Opferung klar und hell,
macht den Winter streng und ohne Fehl.

22. Friert im November früh das Wasser,
dann wird der Januar um so nasser.

23. Dem heiligen Klemens traue nicht,
denn selten hat er ein mild Gesicht.

24. Steht im November der Buche Holz im Saft,
so wird der Regen stärker als der Sonne Kraft.

25. Die heilige Kahtrein
lässt den Winter ein.

26. Noch niemals stand ein Mühlenrad
an Konrad, weil er Wasser hat.

27. Friert es auf Virgilius,
im Märzen Kälte kommen muss.

28. November trüb und feucht,
dann ist gewiss der Winter leicht.

29. Haben die Hasen ein dichtes Fell,
wird der Winter ein harten Gesell.

30. Hält Sankt Andrä den Schnee zurück,
so schenkt er reiches Saatenglück.

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Dezember

1. Sturm im Dezember und Schnee,
dann schreit der Bauer juchhe.

2. Wenn es regnet an Bibiane Tag,
regnet´s vierzig Tage und eine Woche danach.

3. Donnert´s im Dezember gar,
bringt viel Wind das nächste Jahr.

4. Zweige zu Sankt Barbara,
Blüten sind bis Weihnacht da.

5. Ist der Winter warm,
wird der Bauer arm.

6. Regnet´s an Sankt Nikolaus,
wird der Winter streng und graus.

7. Wenn´s nicht richtig wintern tut,
wird der Sommer selten gut.

8. Herrscht im Advent schon Kält´,
sie achtzehn Wochen hält.

9. Eine gute Decke von Schnee
bringt´s Winterkorn in die Höh´.

10. Fließt jetzt noch der Birken Saft,
dann kriegt der Winter keine Kraft.

11. Kalter Dezember und fruchtbares Jahr,
bleiben verbunden immerdar.

12. Dunkler Dezember auf ein gutes Jahr,
ein nasser macht es unfruchtbar.

13. Kommt die Heilige Luzia,
ist die Kälte auch schon da.

14. Dezember kalt mit Schnee
gibt Frucht auf jeder Höh´.

15. Kalter Dezember –
zeitiger Frühling.

16. Wenn Reif an den Blumen im Advent sich zeigt,
wird ein fruchtbar Jahr bezeugt.

17. Ist Sankt Lazar nackt und bar,
wird ein gelinder Februar.

18. Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee
folgt ein fruchtbares Jahr mit reichlichem Klee.

19. Raufrost auf der Flur –
milder Witterund Spur.

20. Christmond nass –
leere Speicher, leeres Fass.

21. Wenn Sankt Thomas dunkel war,
gibt`s ein schönes neues Jahr.

22. Weißer Dezember, viel Kälte darein,
bedeutet, das Jahr soll fruchtbar sein.

23. Im Dezember sollen Eisblumen blühn,
Weihnachten sei nur auf dem Tische grün.

24. Christkind im Schnee – 
Ostern im Klee.

25. Ist die Christnacht hell und klar,
folgt ein höchst gesegnetes Jahr.

26. Windstill muss Sankt Stephan sein,
soll der nächste Wein gedeih´n.

27. Wer sein Holz nach weihnacht fällt,
dessen Heimstatt zehnfach hält.

28. Haben´s die unschuldigen Kinder kalt,
weichen die Frösche nicht so bald.

29. Von Weihnachten bis Dreikönigstag
auf´s Wetter man wohl achten mag.

30. Wie auch das Wetter sich gestaltet,
bei Jahresschluss die Hände faltet.

31. Wind in der Silvesternacht
hat nie Wien und Korn gebracht.

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