Katholikentag

Hoffnung für Europa
Die Katholiken aus acht Nachbarländern in Mitteleuropa wollen zusammen den Glauben bezeugen.

Acht Länder 
Bosnien-Herzegowina,
Tschechien,
Kroatien,
Ungarn,
Österreich,
Polen,
Slowenien
und Slowakei, nehmen daran teil.
Es ist das erste Mal, dass die Erzbischöfe und Bischöfe aus acht mitteleuropäischen Ländern, mit einem gemeinsamen Hirtenbrief die Gläubigen zu einem gemeinsamen Katholikentag einladen. Es werden zahlreiche Veranstaltungen und Begegnungen und Begegnungen stattfinden, die mit einer gemeinsamen WALLFAHRT DER VÖLKER nach Mariazell am 22. und 23. Mai 2004 ihren Höhepunkt haben werden.

Europa wächst zusammen. Grenzen werden offener. Politische, wirtschaftliche und kulturelle Kontakte zwischen verschiedenen Ländern und Regionen werden intensiver. Vor allem aber: Menschen begegnen einander und erleben die Vielfalt unseres Kontinents auf eine neue Weise. Zumindest sind die Möglichkeiten dafür so groß wie noch nie.

 

Die Tschechische Republik

Die Tschechische Republik gehört heute zu den am meisten säkularisierten Ländern Europas.
In Tschechien ist allgemeine Religionsfreiheit.

Die ersten Erwähnungen über die Kontakte der böhmischen und mährischen Ländern mit dem Christentum stammen aus dem 8. Jahrhundert. Bis zum 14. Jht. blühte die Kirche in Böhmen und Mähren auf. Die spätere Entwicklung in den Ländern der böhmischen Krone (bis 1918) stand wiederholt unter der Geißel der Religionskriege. Nach dem 2. Weltkrieg und vor allem nach dem kommunistischen Putsch im Jahre 1948 wurde die Kirche brutal verfolgt. Der Umbruch im Jahre 1989 brachte der Kirche große Befreiung. Mit 1. 1. 1993 entstanden aus der ehemaligen Tschechoslowakei zwei unabhängige Staaten: die Tschechische und die Slowakische Republik.

Fakten und Daten aus Tschechien:
Einwohnerzahl: 10, 3 Millionen
Größe: 78.800 km2
Hauptstadt: Prag
Bevölkerungsdichte 130,7 Menschen pro km2
Religion: 39 % Katholiken, 4,3 Protestanten, 0,1 % Griechisch Orthodox, 16,3 % Andere, 39,9 % ohne Religion.

Bevölkerung:
Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus westslawischen Tschechen rund 9,7 Millionen. 425.000 Slowaken, 70.000 Polen, 49.000 Deutsche sowie Ungarn, Ukrainern und Russen. Daneben gibt es noch ca. 38.000 Sinti und Roma. Der Anteil der städtischen Bevölkerungskonzentration weisen der Großraum Prag und die Industriezonen Nordböhmens und -mährens auf.

Tschechische Sprache:
Sie wird in Böhmen und Mähren gesprochen, gehört zur westlichen Gruppe der slawischen Sprachen. Rund 10 Millionen Menschen sprechen Tschechisch. Die tschechische Schriftsprache beruht, historisch gesehen, auf dem mittelböhmischen Dialekt.

Bildungswesen:
Seit der politischen Wende 1989/90 ist eine kontinuierliche Reform der Lerninhalte im Gange. Auch private und Konfessionsschulen sind seitdem wieder zugelassen.

Prag – Hauptstadt: Goldene Stadt an der Moldau

Im 9. Jahrhundert trafen sich hier Handelsleute aus aller Welt. Heute ist Prag eine der meistbesuchten Städte Mitteleuropas. Sie steht für Mittelalter und Kultur pur: Für klassische Konzerte ist sie ebenso berühmt wie für den traditionellen Jazz in den unzähligen Clubs. Doch auch der weltbekannte Schriftsteller Franz Kafka mit seinen surrealistisch-düsteren Werken war hier zu Hause. Heute ist der außergewöhnliche Autor wichtigster Werbeträger Prags:

Bedeutende Heilig Tschechiens sind:

Hl. Wenzel:
Um 904 geboren, wurde Herzog von Böhmen und bemühte sich in besonderer Weise um die Ausbreitung und Vertiefung des Christentums in Böhmen.

Hl. Adalbert:
Um 956 geboren aus böhmischem Fürstengeschlecht, wurde 983 zum Bischof von Prag berufen und erlitt bei seiner Missionstätigkeit am 23. April 997 das Martyrium.

Hl. Johannes Nepomuk:
Geboren um 1350, wurde Generalvikar des Erzbischofs von Prag. In der Auseinandersetzung zwischen König und Erzbischof wurde Johannes 1393 von König Wenzel gefangen genommen, gefoltert und in der Moldau ertränkt.

Hl. Kemens Maria Hofbauer:
Geboren 1751 in Tasswitz/Mähren, wurde 1784 in Rom der erste deutsche Redemptorist, war seit 1786 in Polen tätig. 1807 von Napoleon vertrieben, wirkte er anschließend segensreich in Wien und starb dort am 15. März 1820.

 

Bosnien-Herzegowina

Die eigentlichen Wurzen des Christentums in diesem Land reichen – mit großer Wahrscheinlichkeit – zurück bis in die Zeit der Urkirche. Im letzten Krieg (1992 – 1995) hat die Katholische Kirche besonders stark gelitten. Mehr als die Hälfte der Katholiken wurde aus dem Land vertrieben, viele wurden ermordet. Bis zu 60 Prozent der Kirchen und der kirchlichen Gebäude wurden zerstört.

Fakten und Daten aus Bosnien – Herzegowina:
Bosnien-Herzegowina grenzt im Norden und Westen an Kroatien, im Osten an Serbien und im Süden an Montenegro. Der Landesname leitet sich vom Fluss Bosna ab, der die Hauptstadt Sarajevo durchfließt. Der zweite Teil geht auf den Herrschertitel “Herzog” (Herzegowina=Herzogsland) zurück.

Einwohnerzahl: 4 Millionen – Größe 51.129 km2 –
Bevölkerungsdichte : 75,1 Menschen je km2 –
Religion: etwa 22% römisch-katholische Christen das sind etwa 450.000 Katholiken,
40% Orthodoxe und 38 % Muslime,

Sarajewo – Hauptstadt:
Die über 5oo-jährige Geschichte Sarajewos ist geprägt von einer tiefen Toleranz. Über Jahrhunderte hindurch haben sich hier Bosniaken, Serben, Kroaten und Juden (sowie auch Österreicher) gegenseitig geprägt, ohne jedoch ihre eigene Kultur aufzugeben. In dieser Stadt haben die großen Weltreligionen Katholizismus, Islam, Orthodoxe und Judentum nicht Hass gesät und Blut vergossen, sondern immer wieder einen gemeinsamen Weg gesucht. So ist Sarajewo wohl die einzige Stadt, in der in einer Entfernung von nicht mehr als 200 Metern Moschee, katholische Kathedrale, orthodoxe Kirche und jüdische Synagoge seit Jahrhunderten nebeneinander stehen. Auch im heutigen Sarajewo (nach der Belagerung und Zerstörung) ist diese Toleranz, deren Säulen bis heute noch Nachbarschaft und Familie sind, spürbar und sichtbar.

Die Schutzpatrone des Landes sind der Hl. Elija (20. Juli), der Prophet aus Tischbe in Gilead, und der Hl. Georg (23. April), der als römischer Soldat zur Zeit des Kaisers Diokletian in Kappadokien oder Lydda um 304 das Martyrium erlitten hat.

In Bosnien und Herzegowina findet sich eine Fülle zahlloser – meist anonymer – Märtyrer, glühende Zeugen des Glaubens und der Treue zu Jesus Christus. Hier hat einst der erst kroatische Heilige , der hl. Nikolaus Tavelic (1340 – 1391), gewirkt. Hier haben fünf Nonnen, bekannt als “Martyrerinnen von Drina” (1941), ihr Leben hingegeben.

 

Ungarn

Die Kirche in Ungarn hat seit ihren Anfängen, die mit der Bekehrung des hl. Stephan, des ersten heiligen Königs von Ungarn (1000 – 1038) eng verbunden ist, eine sehr bewegte Geschichte. Heute erlebt die Kirchen einen neuen Aufbruch allein in der Tatsache, dass sie seit nunmehr zwölf Jahren wieder frei leben kann. Die Zahl der kirchlichen Einrichtungen ist von acht auf 300 gestiegen.

Fakten und Daten aus Ungarn:
Land und Leute -
Lernt man das Landesgebiet näher kennen, so stellt sich heraus, dass es ein Mosaik vielfarbiger, abwechslungsreicher Landschaften ist, nicht aber nur eine Puszta, wie sich das viele vorstellen. Der westliche Teil der Tiefebene, das Gebiet zwischen Donau und Theiß (die zwei größten ungarischen Flüsse) ist eine von Hainen, Akazienwäldern und riesigen Obstpflanzungen gekennzeichnet.

Grenzen – 2113 km;
Österreich 366 km, Slowenien 82 km, Tschechien und Slowakei 676 km, Rumänien 443 km, Kroatien 292 km, Serbien und Montenegro 151 km, Ukraine 103 km.

Einwohnerzahl: 10.174.000 – Größe 93 032 km2 –
Bevölkerungsdichte : 108.6 Menschen je km2

Bevölkerung: Ungarn 91,0%, Zigeuner 5,8%, Deutsche 1,6%, Slowaken 1,1%, Südslawen 0,3%, Rumänen 0,2%

Budapest – Hauptstadt:
Einwohner: 1.863.000
Budapest ist nicht nur die Hauptstadt des Landes, sondern auch der geografische, wirtschaftliche, politische und kulturelle Mittelpunkt. Durch die Lage an beiden Ufern der Donau und die architektonische Gestaltung ist sie eine der schönsten Städte Europas. Eine Besonderheit der Stadt sind die 120 Thermalquellen.
Die Stadt wuchs aus den beiden Stadtteilen Buda auf dem rechten bergigen Ufer und der Pest auf dem linken, ebenen Ufer zusammen.
Höchster Punkt der Stadt ist der 529 m hohe Jánoshegy (Johannesberg).

 

Slowenien

Schon zur Zeit der Römer gab es hier christliche Gemeinschaften, vor allem im römischen Celeia, dem heutigen Celje, wo im Jahr 303 Bischof Maximilian das Martyrium erlebt hat.

Heute erhofft sich die römisch-katholische Kirche durch den EU-Beitritt eine Demokratisierung Sloweniens. So formulierte der slowenische Weihbischof Anton Stres im Februar 2003 beim Jour Fixe des Verbandes der katholischen Publizisten in Wien seine Erwartungen an die Europäische Union. “Wir hoffen, dass Europa uns helfen wird, einen echten Rechtsstaat und eine echte Demokratie ohne Monopole zu verwirklichen.”

Heftige Kritik übte Stres an der Monopolstellung des Staates im Bildungssystem. “Slowenien ist der einzige Staat in seiner Umgebung, der an öffentlichen Schulen keinen Religionsunterricht kennt.” Diese strikte Trennung von Staat und Religion hätte der Verfassungsgerichtshof kürzlich bestätigt. Der katholischen Kirche fehle es aber an Mitteln und Gebäuden für eigene Schulen.

Fakten und Daten:
Slowenien wie daneben auch Kroatien sind die wirtschaftlich und zivilisatorisch am weitesten entwickelten Republiken. Sie sind am stärksten industrialisiert und verfügen über die beste wirtschaftliche, technische, kulturelle und soziale Infrastruktur.
Einwohnerzahl: 1.962 Millionen – Größe 20.251 km2 –

Nationale Gliederung:
Slowenen 1.718.000 (87,6 %) Kroaten 54.000 (2,7%) und Serben 47.000 (2,4%)

Ljubljana – Hauptstadt:
Einwohner: 225.000
Es ist Europas kleinste und sicherste Metropole. In Ljubljana gibt es einiges zu sehen. Entdecken Sie die Reste der römischen Siedlung Emona, den Barock, der Sie durch das Stadtzentrum begleitet, die prachtvollen Sezessionsbauten und die Kunst und Architektur des modernen Ljubljana. Trotz der Kleinheit bietet Ljubljana, Vielfalt der Geschichte, der Architektur, und die Schönheit der großen Weltmetropolen.

 

Österreich

Ein wenig Geschichte:
In den Religionskämpfen waren die adligen Stände Österreichs meist Vorkämpfer des Protestantismus, und Kaiser Maximilian II begann die Gegenreformation, obwohl dieser zunächst noch im Majestätsbrief 1609 den böhm. Ständen Religionsfreiheit zusicherte. Die Verfolgung der Protestanten setzte unter Erzherzog Ferdinand in stärkstem Maße ein. Die erbitterten Stände in Böhmen lösten 1618 den Dreißigjährigen Krieg aus.
Durch die geschickte Ostpolitik Leopolds I – 1683 Abwehr der Türken in Wien entstand ein neuer vorwiegend katholischer absolutist. Gesamtsaat

Einwohnerzahl: 8.120.000 – Größe 83.859 km2 –

Bevölkerungsdichte :
In Österreich beträgt die Bevölkerungsdichte rund 93 Menschen je km2 und ist damit im westeuropäischen Vergleich sehr gering.
Die Bevölkerungsentwicklung des Jahres 2002 war durch folgende Trends gekennzeichnet. Geburten und Eheschließungen im Hoch.

Geburten – Im Jahr 2002 kamen Österreich weit 78.399 Babys zur Welt, davon in sieben Bundesländern mehr als im Vorjahr. Den stärksten Geburtenzuwachs verzeichnete Wien.
Eheschließungen – Die endgültige Zahl der im Jahre 2002 geschlossenen Ehen betrug
36.570,– und war mit 2.357 um 6,9 % höher als im Vorjahr.
Scheidungsrate – Im Jahr 2002 wurden 19.597 Ehen geschieden, um 985 oder 4,8 % weniger als im Vorjahr.

Wien – Hauptstadt:
Wien ist mit rund 414 Quadratkilometern das flächenmäßig kleinste, der Einwohnerzahl nach aber größte österreichische Bundesland. Die Zahl der letzten Volkszählung 2001 weist 1.550.123 Bewohner aus. In kaum einer anderen Stadt findet man so viele wunderschöne Bauten wie in Wien. Kaum eine andere Stadt bietet kulturell Interessierten ein so breit gestreutes Angebot. Die Wiener Musikszene genießt Weltruf – denken Sie an die Wiener Philharmoniker, die Wiener Sängerknaben, die Wiener Staatsoper – hier gibt es eine lebendige Konzertszene, die sowohl klassische als auch moderne Musik auf höchstem Niveau bietet

 

Polen

Fakten und Daten aus Polen:
95 Prozent der Bevölkerung sind katholisch. 1978 wählten die Kardinäle in Rom Kardinal Karol Wojtyla zum Papst. Er nahm den Namen Johannes Paul II an. Papst Johannes Paul II. war vor seiner Wahl zum Papst als Kardinal Karol Wojtyla Erzbischof von
Kraków. Als Papst besuchte er bisher neun Mal seine Heimat.

Die Kirche in Polen hat eine über 1000-jährige Geschichte. Aus Polen stammen viele Heilige und Selige. Es gibt in Polen seit dem 25. 3. 1992 13 Kirchenprovinzen und 42 Diözesen.

Einwohnerzahl: 38,6 Mio – Größe 312.685 km2 –
Bevölkerungsdichte : 123,8 Menschen je km2

Warschau – Hauptstadt:
Warschau, eine Stadt mit fast zwei Millionen Einwohner, ist das größte Universitäts- und Forschungszentrum des Landes. In Warschau können Sie am deutlichsten sehen, wie die Stadt die große und einzigartige Chance, die sich aus Entstehen des freien Marktes und der Entwicklung der Demokratie ergibt, ausnutzt. Hauptstadt Polens ist eine der sich am schnellsten entwickelnden Städte Europas.