August

1. August:
Alfons (Alonso) Maria di Liguori
Bischof bei Neapel, Ordensgründer, Kirchenlehrer
* 27. September 1696 in Marianella bei Neapel
† 1. August 1787 in Nocera dei Pagani bei Neapel

Alonso Maria, aus adliger Familie stammend, studierte auf Wunsch des Vaters Jura und promovierte mit Siebzehn zum Doktor in beiden Rechtswissenschaften, dem profanen und dem Kirchen-Recht. Er wurde ein erfolgreicher Anwalt. Beim Besuch in einem Krankenhaus für unheilbar Kranke umgab ihn plötzlich ein helles Licht und eine Stimme forderte ihn auf, „die Welt zu verlassen und Gott zu dienen“. Bei seinen Arbeiten und Gründungen ließ er sich von konkreten praktischen Erfordernissen und Notwendigkeiten leiten, aus denen dann ein großes Werk wuchs. 1762 wurde Alonso mit sechsundsechzig Jahren zum Bischof von S. Agatha dei Goti bei Neapel ernannt – ein Bistum, das jemand als einen „Sack mit unreinen Viechern“ bezeichnet hatte. Danach lebte er zurückgezogen im Mutterhaus seines Ordens, wo er starb.
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2. August:
Eusebius von Vercelli
erster Bischof von Vercelli, Märtyrer (?)
* um 283 auf Sardinien
† 1. August 371 (?) in Vercelli in Italien

Eusebius kam schon als Kind mit seinen Eltern nach Rom, wurde hervorragend ausgebildet und zum Priester geweiht. 340 wurde er erster Bischof von Vercelli. Dort führte er für die ihm anvertrauten Geistlichen als erster im Abendland das gemeinsame Leben ein: eine halbklösterliche Gemeinschaft, ähnlich der Mönchsgemeinschaft, wie sie später Augustinus <../BiographienA/Augustinus.html> begründete. 355 nahm er auf Bitten von Papst Liberius an der Synode von Mailand teil. Der Verurteilung des Patriarchen Athanasios von Alexandria, der als konsequenter Bekämpfer des Arianismus galt, aber aus politischen Gründen Anstoß erregte, stimmte Eusebius nicht zu, deshalb wurde er vom Kaiser für sieben Jahre in die Wüste nach Palästina verbannt.
Erst unter Kaiser Julian Apostatata konnte Eusebius wieder in seine Diözese zurückkehren. Ein wichtiger Teil seines Wirkens betraf nun auch hier die Bekämpfung des Arianismus, wovon manche bis heute erhaltenen Briefe und Schriften zeugen. Die Legenden berichten später, er sei von aufgebrachten Anhängern des Arianismus zu Tode gesteinigt worden; nach wohl historisch zuverlässigen Quellen erlitt er zwar manche Pein, starb aber eines natürlichen Todes.

3. August:
Lydia von Philippi
erste Christin in Europa
* in Thyatira, dem heutigen Akhisar, in Kleinasien
† Ende des 1. Jahrhunderts (?) in Philippi, heute Ruinen bei Krinides (?)

Lydia war Purpurhändlerin in Philippi. Sie nahm Paulus in ihrem Haus auf (Apostelgeschichte 16, 14 – 15), bekehrte sich mit ihrer Familie zum Christentum und war damit die erste Christin in Europa. In ihrem Haus versammelte sich dann die Christengemeinde von Philippi (Apostelgeschichte 16, 40).
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Bild: Russische Ikone

4. August:
Johannes-Maria (Jean-Marie) Baptist Vianney
Pfarrer von Ars
* 8. Mai 1786 in Dardilly bei Lyon
† 4. August 1859 in Ars

Jean-Marie Vianney stammte von einfachen Bauersleuten ab, war nicht sonderlich intelligent und hatte entsprechend Schwierigkeiten, Priester zu werden. Jean-Marie wurde dem Pfarrer von Ecully als Kaplan zugewiesen, der führte ihn in das geistliche Leben ein. Nach dessen Tod vier Jahre später kam er nach Ars-sur-Formans: eine entchristlichte und gleichgültige Gemeinde, deren Bewohner „nichts außer der Taufe von Tieren unterscheidet“, wie einer der resignierten Vorgänger zusammengefasst hatte. Immer mehr Menschen fühlten sich aber in der Folgezeit von Jean-Marie Vianney angezogen. Die Gabe der Krankenheilung und Prophezeiung brachte ihm Anerkennung, bald Bewunderung ein. Immer mehr verwandelte sich die Bevölkerung von Ars, keiner konnte sich diesem Einfluss entziehen. Aus ganz Frankreich pilgerten schließlich Menschen zu ihm, zogen sogar mit ihren Familien nach Ars. Tag und Nacht saß der asketische Jean-Marie im Beichtstuhl. Jean-Marie wurde in Anerkennung seines Wirkens schließlich zum Ehrendomherrn ernannt, 1855 zum Ritter der Ehrenlegion in Frankreich. Kurz vor seinem Tod gründete er eine Mädchenschule und ein Waisenhaus, dann starb er an Entkräftung und innerer Auszehrung.
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Bild : Portrait, erstellt nach Jean-Maries Tod

5. August:
„Maria Schnee“

Der Tag erinnert an die Feier der Neueinweihung der Basilika S. Maria Maggiore in Rom am 5. August 432. Die Kirche soll der Legende nach aufgrund eines Schneewunders dort gebaut worden sein.

6. August:
Sixtus II.
römischer Bischof, Märtyrer
* in Griechenland
† 6. August 258 in Rom

Sixtus II. wurde 257 Bischof von Rom. In der lange Jahre hart geführten Auseinandersetzung mit der Kirche in Nordafrika, ob eine von Ketzern durchgeführte Taufe gültig sei, schwenkte er auf die Position der Afrikaner ein und anerkannte diese Taufen – erst auf einer Synode 314 in Arelate wurde die alte römische Position wieder hergestellt. Sixtus fiel den Verfolgungen unter Kaiser Valerian zum Opfer und wurde zusammen mit vier Diakonen, darunter Laurentius, beim Gottesdienst in den Calixtus-Catacomben verhaftet, sofort enthauptet, dann in der Papstgruft daselbst bestattet. Die Legende lässt Sixtus nach seiner Gefangennahme die Kirchenschätze seinem liebsten Schüler und Diakon Laurentius anvertrauen, damit der sie unter die Armen verteile, ehe sie der Beschlagnahme durch den Kaiser verfallen.
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Bild: Fra Angeliko: Sixtus vertraut Laurentius die Kirchenschätze an. Fresko in der Cappella Niccolina im Papstpalast im Vatikan, 1447 – 49

7. August:
Albert von Trapani
Ordensprovinzial von Sizilien
* 1212 (?) in Trapani auf Sizilien
† um 1307 in Messina

Albert war Karmelitermönch, er wurde 1296 Ordensprovinzial von Sizilien. Berühmt wurde er als Prediger, dem Wundergaben zugeschrieben wurden. Er führte ein Leben des Gebets.

Albert war ein großer Volksheiliger in Sizilien.

8. August:
Dominikus (Domingo)
Priester, Ordensgründer
* um 1170 in Caleruega bei Burgos
† 6. August 1221 in Bologna

Domingo de Guzman wurde als Sohn einer deutsch-kastilischen Gutsbesitzerfamilie geboren. Domingo studierte in Valencia Theologie und Philosophie. Während einer Hungersnot habe er 1191 alle seine teuren Bücher verkauft, um mit dem Erlös den Hungernden zu helfen: „Was soll ich über trockenen Fellen studieren und draußen auf der Straße verhungern die Menschen?“ Um 1196 wurde Domingo zum Kanonikus an der Kathedrale von El Burgo de Osma berufen und wirkte schon wenig später entscheidend an innerkirchlichen Reformen vor Ort mit. 1203 begleitete er seinen Bischof auf einer Reise nach Rom. Papst Innozenz III. schickte Domingo als Wanderprediger nach Südfrankreich, wo die Albigenser und die Katharer der Kirche zu schaffen machten. In Prouille bei Toulouse gründete Domingo mit einigen Gleichgesinnten eine Missionsstation, zu der auch eine Kirche gehörte. Im Jahr 1215 gründete er den Dominikanerorden. Der Orden wurde 1216 von Papst Honorius III. anerkannt. Die Missionsstation wurde 1217 von Domingo in das erste Dominikanerinnenkloster umgewandelt. Domingo starb während einer Missionsreise durch Norditalien in Bologna. Seine Brüder ermahnte er in seinen letzten Worten zu Liebe, Demut und freiwilliger Armut. In der nach ihm benannten Kirche im Zentrum von Bologna ist sein Grab.
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Bild : Gemälde aus dem 13. Jahrhundert, im Kloster S. Domenico in Bologna

9. August:
Edith Stein
Nonne, Märtyrerin
* 12. Oktober 1891 in Breslau, dem heutigen Wroclaw
† 9. August 1942 in Auschwitz, dem heutigen Oswiecim

Edith Stein kam als Kind jüdischer Eltern zur Welt, studierte Philosophie in Göttingen und Breslau und wurde Assistentin bei Edmund Husserl in Freiburg. 1922 konvertierte sie nach der Lektüre der Biographie der Teresia von Ávila zur katholischen Kirche, 1933 trat sie in Köln in den Karmeliterorden ein. Im Jahr der großen Judenpogrome 1938 legte sie ihre Gelübde ab. Wegen ihrer jüdischen Abstammung floh sie am 1. Januar 1939 vor den Nationalsozialisten nach Holland ins Kloster von Echt. Edith und ihre nach dem Tod der Mutter 1936 ebenfalls in den Karmeliterorden eingetretene Schwester Rosa wurden in Echt nach der Besetzung der Niederlande durch die Deutschen am 2. August 1942 verhaftet; „Komm, wir gehen für unser Volk“, sagt Edith dabei zu Rosa. Auf die zuvor mögliche Flucht in die Schweiz hatte Edith verzichtet, weil diese nur ohne ihre Schwester möglich gewesen wäre. Am 7. August wurde Edith nach Auschwitz verschleppt und dort in der Gaskammer ermordet.
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10. August:
Blane (Blaan)
Bischof der Pikten in Schottland
* auf der Insel Bute
† 590 (?)

Blane wurde in Irland unter Comgall und == Kenneth erzogen und als Mönch nach Schottland geschickt, wo er wohl Bischof der Pikten wurde. Viele von ihm vollbrachte Wunder werden berichtet, darunter die Auferweckung eines Knaben von den Toten. Er baute mehrere Kirchen, an der Stelle des von ihm gegründeten Klosters steht heute die Kathedrale von Dunblane.

11. August:
Alexander, der Köhler
erster Bischof von Comana, Märtyrer
† um 250

Alexander galt als philosophisch gebildet und außerordentlich tugendhaft. Aus Bescheidenheit verdiente er als Bischof von Comana in Pontus – heute ein Trümmerfeld beim Dorf Gümenek, 8 km nordöstlich von Tokat – seinen Lebensunterhalt mit dem Herstellen von Holzkohle, um weltlichen Ehren zu entfliehen. Dennoch wurde er durch Gregor Thaumaturgos zum Bischof von Comana gemacht. In den Verfolgungen des Decius wurde er verbrannt.

12. August:
Karl Leisner
Priester
* 28. Februar 1915 in Kleve in Nordrhein-Westfalen
† 12. August 1945 in Dachau

Karl Leisner war Diakon. Im November 1939 weilte er zu einer Kur im Schwarzwald, als er vom missglückten Attentat des == Georg Elsner auf den Diktator Adolf Hitler erfuhr; sein Kommentar „Schade!“ wurde von einem Mitpatienten denunziert, Karl Leisner am nächsten Tag verhaftet. Er kam ins Gefängnis nach Freiburg, dann nach Mannheim, wo seine Tuberkulose-Krankheit wieder aufbrach, dann ins Konzentrationslager erst nach Sachsenhausen, später nach Dachau. Dort wurde er 1944 vom Mithäftling Bischof Piquet von Clérmont-Ferrand zum Priester geweiht. Die letzten Monate verbrachte er im Krankenlager, die Befreiung durch die Amerikaner im April 1945 überlebte er ob seiner Krankheit nur um wenige Wochen.
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13. August:
Pontianus
römischer Bischof, Märtyrer
* in Rom
† 236 auf Sardinien

Pontianus wurde – wohl 230 – zum römischen Bischof gewählt. Nach dem ersten Schisma der Kirchen, das sich entzündet hatte auch an der Frage, ob auch Unzuchtssündern eine zweite Buße ermöglicht werden soll, stellte sich Pontianus gegen die positive Antwort seines Vorvorgängers Callistus I., und wurde deshalb gemeinsam mit Gegenpapst Hippolyt 235 auf die Insel Sardinien verbannt. Dort mussten beide im Bergwerk arbeiten, an den Strapazen starben sie.

Pontianus wurde am 13. August 236 in der Calixtus-Katakombe beigesetzt, die Grabplatte wurde 1909 gefunden.

14. August:
Maximilian Kolbe
Priester, Mönch, Märtyrer
* 7. Januar 1894 in Zdunska Wola bei Lódz
† 14. August 1941 in Oswi’ecim, dem KZ Auschwitz

Rajmund Kolbe war Sohn eines einfachen Arbeiters, besuchte eine Schule der Franziskaner in Lemberg – dem heutigen Lwów – und trat im Alter von 17 Jahren unter dem Namen Maximilian dem Minoritenorden der Franziskaner bei. Er konnte in Rom studieren und schon nach vier Jahren promovieren. 1918 wurde er zum Priester geweiht, 1919 kehrte er nach Polen zurück als Lehrer für Philosophie und Kirchengeschichte am Priesterseminar der Franziskaner in Kraków. Nach einer Ruhepause aufgrund einer schweren Tuberkulose-Krankheit gründete er 1927 in Teresin westlich Warschau ein Kloster, dessen Vorsteher er wurde. 1930 begab er sich zur Missionsarbeit nach Nagasaki in Japan, wieder war die Publizistik seine wichtigste Aufgabe.1936 kehrte Kolbe in seine Heimat zurück und leitete wieder sein Kloster. Nach dem Überfall der Deutschen auf Polen im September 1939 fiel der engagierte Mann den Besatzern schnell unangenehm auf, im September 1940 wurde er verhaftet und ins Lager Oranienburg verbracht, aber im Dezember wieder freigelassen. Im Februar 1941 wurde er erneut verhaftet und ins Vernichtungslager in Ausschwitz – dem heutigen Oswi’ecim – eingewiesen, wo er den Tod fand.
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Bild : Kolbe kurz vor seiner Verhaftung

15. August:
Maria – Hochfest Assunta, „Mariä Himmelfahrt“

Das Hochfest „Mariä Himmelfahrt“ – „Assunta“ von „assumptio“, „Himmelfahrt“ – wurde im 6. Jahrhundert zunächst als Fest der „Dormition“, der „Entschlafung“ Mariens begangen und Ende des 6. Jahrhunderts vom oströmischen Kaiser Mauritius auf den jetzigen Tag gelegt. In der Ostkirche wird das Fest bis heute als Tag der Entschlafung bezeichnet und Maria als die „Panagia“, die „Allerheiligste“, bezeichnet. Im 7. Jahrhundert feierte man das Fest „Aufnahme Mariens“ in Gallien, es entwickelte sich ab dem 8. Jahrhundert zum Himmelfahrtsfest, zunächst in Rom am 15. August gefeiert, 813 wurde das Marienfest auch in Deutschland eingeführt. In der römisch-katholischen Kirche ist es Ausdruck der Glaubenslehre, dass der Leib Marias in den Himmel aufgenommen wurde. Vom 13. Jahrhundert an wurde die Aufnahme Marias in den Himmel zu der immer großartiger und festlicher dargestellten Szene der Marienkrönung. Papst Pius XII. verkündete im Jahr 1950 das Dogma „von der ganzmenschlichen Aufnahme Mariens in den Himmel“.
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Bild : Bartolomé Esteban Murillo: Mariä Himmelfahrt, um 1675, in der Hermitage in St. Petersburg

16. August:
Stephan (István) I. von Ungarn
König von Ungarn
* um 969 in Gran, dem heutigen Esztergom in Ungarn
† 15. August 1038 in Ungarn

István, Sohn des Arpaden-Fürsten Géza, wurde von einer Missionsschwester christlich erzogen, um 974 getauft, 995 mit Gisela, der Schwester des späteren Kaisers Heinrich II., verheiratet und 997 Fürst von Ungarn. Er vollzog – zum Teil gewaltsam – die Christianisierung seines Landes, stiftete Kirchen und Klöster, schlug Aufstände heidnischer Stammesfürsten nieder. Am Weihnachtsfest 1000 ließ er sich mit einer angeblich vom Papst übersandten Krone, der „Stephanskrone“, zum „Apostolischen König“ krönen. Nach karolingischem und römisch-deutschem Vorbild schuf er ein Staatskirchenwesen, eine Grafschaftsverfassung und eine zentralistische Herrschaftsstruktur und schloss so mit dem bislang rückständigen und heidnischen Staat Ungarn zum westlichen Abendland auf. Nach außen versuchte er die Unabhängigkeit seines Reiches sowohl gegen den Einfluss des deutschen Reiches im Westen als auch gegen byzantinischen Einfluss vom Süden her zu verteidigen, was ein diplomatischer Balance- und Meisterakt war. Im Volk war István sehr beliebt als starker, gerechter und zugleich milder König. Nach seinem Tod wurde er in der von ihm erbauten Basilika von Stuhlweißenburg – dem heutigen Székesvehérvér – beigestetzt. Seine Gebeine wurden 1083 erhoben.
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Bild : Gyula Benczúr (1844 – 1920): Taufe des Stephan

17. August:
Mammas
Hirte, Märtyrer
* um 255 / 260 in Gangra, dem heutigen Cankiri
† um 270 / 275 in Cäsarea, dem heutigen Kayseri in Kappadokien

Mammas hat der Überlieferung nach als 15-jähriger in den Christenverfolgungen von Kaiser Aurelian das Martyrium erlitten. Die Kathedrale von Langres in Frankreich ist nach Mammas benannt und bewahrt als Reliquien seinen Kopf und einen Arm.
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Bild: Mammas auf einem Löwen, russische Ikone

18. August:
Alexander VI.
Papst
* 1. Januar 1430 in Jativa in Spanien
† 18. August 1503 in Rom

Rodrigo de Borja y Borja war ein Neffe von Papst Callistus III.; sein Onkel schickte ihn zum Studium nach Bologna und ernannte ihn 1456 zum Kardinaldiakon. Als fähiger Verwalter war er Vize-Kanzler unter fünf Päpsten. Rodrigo hatte eine ganze Reihe von Frauen und Kinder, darunter als wichtigste Gattin Vannozza Catenei mit den Kindern Juan, Cesare, Lucrezia und Gottfried. 1484, nach dem Tod von Papst Sixtus IV., versuchte Rodrigo das Amt zu kaufen, scheiterte aber. 1492 wurde er dann gewählt als Alexander VI. Er ernannte seinen Sohn Cesare zum Bischof und verheiratete seine Angehörigen in Adelskreise. 1493 entschied Alexander den Streit zwischen Spanien und Portugal über deren Besitztümer in Südamerika, indem er die Demarkationsline festlegte. 1499/1500 förderte er den Kreuzzug gegen die Mauren in Spanien. Das Jahr 1500 ließ er als Jubeljahr festlich begehen. Er unterstützte die Rechristianisierung von Grönland und das Wirken von Michelangelo. Nach Alexanders Tod hielt sich das Gerücht, er sei von einem Kardinal vergiftet worden. Tatsächlich starb er wohl an Malaria.
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Bild: Rodrigo Borgia (1431 – 1503): Papst Alexander VI., National Gallery of Art in Washington

19. August:
Johannes Eudes
Ordensgründer
* 14. November 1601 in Ri bei Argentan in der Normandie
† 19. August 1680 in Caën in der Normandie

Johannes Eudes trat nach Ende seiner Studien mit 22 Jahren der Weltpriestervereinigung der Oratoraner bei und wurde 1625 in Paris zum Priester geweiht. Er wurde mit der Betreuung von Pestkranken in Argentan betreut, das damals von dieser Seuche heimgesucht worden war; dann kehrte er heim nach Caën, wo er zur Schule gegangen war und studiert hatte; von hier aus hielt er Volksmissionen. Auch hier brach die Pest aus und Jean widmete sich der Krankenpflege; die Volksmission war aber der eigentliche Schwerpunkt seines Lebenswerkes, 1635 wurde er Leiter der Volksmission. Während dieser Volksmissionen diagnostizierte er einen jämmerlichen Bildungsstand der Priester in den Gemeinden. 1643 gründete deshalb er die Weltpriesterkongregation „von Jesus und Maria „, die „Eudisten“, mit dem Ziel, in Seminaren eine gediegene Priesterausbildung zu ermöglichen , v.a. auch, damit der romfeindliche => Jansenismus bekämpft werden konnte. 1644 folgte die Gründung einer Schwesternkongregation mit dem Ziel, sich der „gefallenen Mädchen“ anzunehmen. Johannes sorgte auch für die Verbreitung des Kultes der Herzen Jesu und des „Unbeflecktes Herzens Mariä“ und trägt deshalb den Titel „Urheber, Lehrer und Apostel der liturgischen Verehrung des Herzens Jesu“.
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20. August:
Bernhard von Clairvaux
Abt, Kirchenlehrer
* um 1090 in Fontaines-lès-Dijon in Burgund
† 20. August 1153 in Clairvaux

Bernhard besuchte die Klosterschule in Châtillon-sur-Seine. 1112 trat er zusammen mit 30 wissenschaftlich gebildeten, adligen und idealistischen jungen Leuten, darunter vier seiner fünf leiblichen Brüder, in das Reformkloster Cîteaux ein. 1115 wurde Bernhard zum Vorsteher der Abtei von Clairvaux ernannt, die sich unter seiner Führung zur bedeutendsten Zisterzienserabtei entwickelte. Von hier aus gründete er weitere 68 Klöster, bei Bernhards Tod wurden schon 343 neue Gründungen gezählt. Bernhard wurde 1118 zum Leiter des Zisterzienserordens. Auf päpstlichen Befehl rief er 1146 in Vézeley zum 2. Kreuzzug auf, diese „Predigt von Vézelay“ löste in ganz Frankreich Begeisterung aus; selbst König Ludwig VII. zeigte sich, neben Mitstreitern aus Frankreich, Flandern und Deutschland, zum Aufbruch entschlossen. Bernhard starb in Clairvaux und wurde in Cluny begraben. Das Kloster Clairvaux wurde in der Französischen Revolution aufgehoben und dient seitdem als Gefängnis. Im Domschatz in Troyes wird seit 1813 das Haupt von Bernhard aufbewahrt.
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Bild : Gemälde aus dem 16. Jahrhundert in der Kathedrale von Troyes

21. August:
Pius X.
Papst
* 2. Juni 1835 Riese bei Treviso
† 20. August 1914 in Rom

Giuseppe Sarto kam als Sohn eines Bergbauern und Briefträgers zur Welt. Als Kind war er ein lieber Junge und begeisterter Meßdiener. Er absolvierte Gymnasium und Theologiestudium in Padua und wurde 1858 zum Priester geweiht. 1875 wurde er Domherr in Treviso, 1884 Bischof von Mantua, 1893 Patriarch von Venedig und 1903 schließlich Papst. Unter Tränen soll er damals die wählenden Kardinale gebeten haben, von seiner Wahl abzusehen, da er dem Amt nicht gewachsen sei. Pius gilt als Reformer wurde vor allem bekannt als Seelsorger, ein innerlicher und frommer Mann, einfach und verständlich in seiner Rede, er suchte die Nähe einfacher Menschen. Sein eigenes Bistum Rom, sollte Vorbild sein für andere. „Alles in Christus erneuern“ lautete sein Leitmotiv. Die Erneuerung des Gottesdienstes war ihm ein Anliegen, er setzte die gregorianischen Gesänge in der Liturgie wieder ein, stellte ein neues Brevier als Standard für die ganze Kirche auf, befürwortete eine frühe Erstkommunion und die regelmäßigen Eucharistiefeiern, förderte die Bildung seiner Priester, führte regelmäßig Visitationen durch und nutzte wo immer möglich die Gelegentheit, als Beichtvater den Menschen im Beichtstuhl nahe zu sein. Er rief auch die Laien zur Durchführung sozialer Aktionsprogramme unter Aufsicht der Kirche auf, womit er die römisch-katholische Aktionsbewegung vorwegnahm. Politisch und philosophisch war er sehr konservativ. Er verantwortete den „Antimodernisten-Eid“, eine jährlich zu wiederholende Eidesformel aller katholischer Geistlichen, in der sie den Irrtümern der Moderne abschwören sollten, darunter auch der historisch-kritischen Methode der Bibelauslegung. Sein Erlass von 1907 verurteilte 65 modernistische Behauptungen. In Südamerika vermittelte er erfolgreich in Grenzstreitigkeiten, Konflikte gab es aber mit den katholischen Ländern Frankreich, Portugal und Spanien, das 1910 sogar die diplomatischen Beziehungen zum Vatikan abbrach. Pius wurde im Petersdom beigesetzt, an seinem Grab sollen sich zahlreiche Wunder ereignet haben.
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22. August:
Maria – Gedenktag Regina

Der Gedenktag „Maria, Königin des Himmels“ („Regina“ = „Königin“) wurde 1845 in Ancona in Italien „zu Ehren der Königin aller Heiligen“ gefeiert, ab 1870 auch in Spanien und in einigen Diözesen Lateinamerikas begangen. 1954 führte Papst Pius XII. den Gedenktag für die gesamte katholische Kirche ein. 1969 verlegte der römische Generalkalender das Fest auf den 22. August., den Oktavtag von Mariä Himmelfahrt.
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23. August:
Rosa von Lima (Isabella Flores)
Terziarin, Mystikerin
* 20. April 1586 in Lima in Peru
† 24. August 1617 daselbst

Rosa von Lima hieß mit bürgerlichem Namen Isabella Flores und war Tochter eines spanischen Ehepaares. Da ihre Mutter nach der späteren Legende bei der Taufe eine Rose über ihrer Tochter schweben sah, erhielt sie den Rufnamen Rosa. Gegen den Willen der Eltern, die die Hochzeit schon geplant hatten, wurde sie 1606 Dominikaner-Terziarin; im Garten am Haus ihrer Eltern errichtete sie eine Baracke, in der sie fortan lebte. Sie quälte sich mit Bußübungen, trug eine Kette um den Leib, verbrannte sich die Haut mit ungelöschtem Kalk, trug eine eiserne Dornenkrone, schlief auf zwei Brettern, geißelte sich.
Schwerste körperliche und seelische Schmerzen ertrug Rosa mit Hingabe: „Herr, vermehre meine Leiden, aber auch meine Liebe“, so betete sie: denn sie wusste, dass es entscheidend auf die Liebe ankam. Mit Handarbeiten, Hausarbeit, durch den Verkauf von Web- und Stickarbeiten unterstützte sie ihre Eltern; aber auch bei der Arbeit betete und meditierte sie, die lebendige Zwiesprache mit dem Heiligen Geist war fester Bestandteil ihres Lebens. Rosa gründete das erste kontemplative Kloster Südamerikas, das Kloster der Katharina von Siena, benannt nach der von Rosa verehrten Heiligen; sie setzte sich für die Krankenpflege ein, engagierte sich in der Glaubensverkündigung und ermahnte die Priester zu einem ordentlichen, geistlichen Leben.
Im Volk begann unmittelbar nach ihrem Tod die begeisterte Verehrung. In Lima steht ihr Denkmal. Rosa von Lima hat für Südamerika die Bedeutung wie Katharina von Siena oder Teresa von Ávila für Europa.
08-23
Bild: Bartolomé Esteban Murillo (1617 – 1682): Rosa von Lima, im Museo Lázaro Galdiano in Madrid

24. August:
Bartholomäus
Apostel, Märtyrer
* Anfang des 1. Jahrhunderts in Kana in Galiläa
† um 51 (?) in Armenien (?)

Bartholomäus war einer der zwölf Apostel Jesu (Markusevangelium 3, 14 – 19).
Nach Pfingsten verkündete Bartholomäus der Überlieferung nach den Glauben in Persien, möglicherweise auch in Indien, wo er demnach eine hebräische Abschrift des Matthäus-Evangeliums hinterließ. Legenden weisen ihm auch die Verbreitung des Evangeliums in Ägypten und Armenien zu, er heilte Kranke und Besessene. Demnach wurde Bartholomäus eines Tages zum König Polymios von Armenien gerufen. Als er dessen besessene Tochter geheilt und den König besucht hatte, wobei er durch verschlossene Türen kam, bekehrte sich der König und mit ihm das ganze Königshaus zum Christentum. Polymios ließ ein Götzenbild niederreißen, aus dem ein böser Geist sprach; der von Bartholomäus beschworene Teufel fuhr aus, stürzte selbst diese Statue und alle anderen im Tempel. Die überwundenen Priester des Tempels zogen daraufhin zu Astyages, dem feindlichen Bruder des Polymios. Der schickte eintausend Soldaten aus, die Bartholomäus fangen und vor ihn bringen sollten. Er erfuhr zudem, dass durch Bartholomäus auch sein Gott Baldach zerstört worden sei, ließ ihn daraufhin mit Knütteln schlagen, ihm bei lebendigem Leib die Haut abziehen und ihn dann kreuzigen. Christen begruben den Leichnam; Astyages aber und seine Priester fielen in Besessenheit und starben unmittelbar darauf.
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Bild : Mittelalterliche Miniatur, British Library in London

25. August:
Joseph von Calasanza
Ordensgründer
* 11. März 1556 auf Schloss Calasanza bei Peralta in Nordspanien
† 25. August 1648 in Rom

Joseph studierte Theologie und Philosophie, erwarb den Doktorgrad und wurde 1583 zum Priester geweiht. 1592, nach dem Tod des Vaters, verschenkte er sein Erbe und trat in Rom in den Dienst des Kardinals Marcantonio Colonna ein. Hier erlebte er die Verwahrlosung vieler Kinder, die ihre Eltern in vorhergegangenen Seuchen verloren hatten, und gründete im Stadteil Trastevere die erste unentgeltliche Volksschule Europas. Andere hilfsbereite Lehrer und Priester schlossen sich der Idee an, bald schon wurden über 1.000 Kinder unterrichtet und betreut, es entstand eine Lebensgemeinschaft unter Josephs Führung, schließlich die „Genossenschaft der Regularkleriker von der frommen Schule“ – lateinisch „Scholarum Piarum“. Daraus wurde Orden der => „Piaristen“, der „Orden der Armenschulen der Gottesmutter“, der 1617 und 1621 von den Päpsten bestätigt wurde. Joseph wurde der erste Ordensgeneral, die Ausbreitung erfolgte rasch, besonders auch in Österreich. Aber es gab auch Krisen, Joseph hatte unter Verleumdungen und falschen Anschuldigungen zu leiden, der Orden wurde aufgelöst. 1646, kurz vor seinem Tod, konnte der Orden seine Arbeit wieder aufnehmen, Joseph wurde wieder in seine Ämter eingesetzt.

26. August:
Mirjam von Abellin (Maria Baouardy)
Nonne, Mystikerin
* 1846 in Abellin in Galiläa
† 1878 in Bethlehem

Mirjam war Araberin, ihre Eltern waren Christen und gehörten der katholischen Kirche des griechischen Ritus an.
Acht Tage vor der Verheiratung erklärte das Mädchen, es wolle nicht heiraten, sondern Jungfrau bleiben. Einen Teil der folgenden Nacht brachte sie im Gebet vor einem Bild der Maria zu und bat um Hilfe. Im Schlaf sagte ihr eine Stimme diese Hilfe zu. Mirjam erwachte, schnitt ihre langen Haare ab und legte sie samt den Edelsteinen, die sie von ihrem Verlobten erhalten hatte, beiseite. Inzwischen hatte ihr Onkel zum Hochzeitsmahl Freunde und Bekannte eingeladen. Nach orientalischer Sitte musste die Braut in vollem Schmuck vor den Hochzeitsgästen erscheinen, aber Mirjam brachte an Stelle der üblichen Getränke ihre mit Gold und Edelsteinen gezierten Haare. Nachdem so die Hochzeit geplatzt war, schloss Mirjam sich 1867 in Pau in Frankreich den unbeschuhten Karmelitinnen an, wurde zur Ordensarbeit nach Mangalore in Indien geschickt und legte dort 1870 ihr Gelübde ab. 1872 kehrte sie nach Frankreich zurück, 1875 gründete sie in Bethlehem ein Kloster.Immer wieder hatte sie tiefe mystische Erlebnisse und erfuhr schließlich die Stigmatisierung mit den Wundmalen Jesu.
08-26

27. August:
Monika
Mutter
* um 332 in Thagaste in Numidien, dem heutigen Souk-Ahras in Algerien
† im Oktober 387 in Ostia bei Rom

Monika war die Mutter des Augustinus. Sie bekehrte durch ihre vorbildliche Haltung ihren Mann Patritius und hatte auch ihren Sohn bereits als Katechumenen – als Taufbewerber – ausgewiesen, musste aber dann erleben, wie der alles andere wurde als ein gottesfürchtiger Knabe, sondern ein ausschweifendes Leben führte. Mit List und Trug floh Augustinus von seiner Mutter und aus Karthago nach Rom. Inständig und ausdauernd bestürmte sie Gott in Gebeten, ihr Sohn möge zum Glauben finden. Sie reiste ihrem Sohn nach und erlebte dann in Mailand den positiven Einfluß des Bischofs Ambrosius auf Augustinus; in ihm sah sie nun den Vollstrecker ihrer Gebete, sie verehrte und bewunderte ihn inniglich. Ein halbes Jahr nach der schließlich erfolgten Taufe ihres Sohnes machte sie sich in seiner Begleitung auf die Heimreise nach Afrika, unterwegs starb sie in Ostia an Fieber. In den berühmten „Confessiones“, „Bekenntnissen“, dankte Augustinus seiner Mutter für ihre Bemühungen um seine Bekehrung. Monikas Grab ist in der nach ihr gewidmeten Kapelle in der nach ihrem Sohn benannten Kirche in Rom. Reliquien sind auch in Arras in Nordfrankreich.
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Bild: Der junge Augustinus wird von seiner Mutter (links) und seinem Vater dem Lehrer übergeben. Aus dem Zyklus mit Szenen aus dem Leben von Augustinus, von Benozzo Gozzoli in der Kirche von San Gimignano, fertiggestellt 1465.

28. August:
Augustinus
Bischof von Hippo Regius, Kirchenvater
* 13. November 354 in Thagaste in Numidien, dem heutigen Souk-Ahras in Algerien
† 28. August 430 in Hippo Regius in Numidien, dem späteren Bône und heutigen Annaba in Algerien

Augustinus‘ Vater Patricius blieb bis kurz vor seinem Tod Anhänger des römischen Götterglaubens, seine Mutter Monika war Christin. Die Familie war nicht begütert, studieren konnte Augustinus, weil ein Gönner ihm die Ausbildung in den freien Künsten Grammatik, Dialektik, Rhetorik und Arithmetik, Geometrie, Astronomie, Musik ermöglichte. Als er 16 Jahre alt war, musste er aus Geldmangel sein Studium abbrechen; er kehrte nach Hause zurück und schloss sich einer Straßenbande an. Ein Jahr später konnte er in Karthago – dem heutigen Tunis – ein Jurastudium beginnen und mit Erfolg absolvieren.
Augustinus war 13 Jahre lang als erfolgreicher Professor für Rhetorik in seiner Heimatstadt Thagaste in Nordafrika tätig, kam dann über die Zwischenstation Rom 384 nach Mailand – damals Hauptstadt des römischen Reiches – um auch dort als Hochschullehrer zu arbeiten. Hier wandelte sich sein Leben: Seine ihm besorgt nachgereiste Mutter machte ihren christlichen Einfluss geltend; sie überredete ihn, die Beziehung zu seiner Geliebten abzubrechen; außerdem geriet er zunehmend in den Bann von Erzbischof Ambrosius. Augustinus zog sich aus seinem Beruf zurück, ließ sich in der Osternacht 387 taufen, kehrte nach Thagaste zurück, verkaufte sein Vermögen und lebte für drei Jahre mit Gleichgesinnten in klosterähnlicher Weise. 391 wurde er zum Priester geweiht, 395 wurde er Bischof von Hippo Regius. Er war ein begeisternder Prediger, bekämpfte scharf alle abweichenden Lehren, hatte Einfluss weit über seine Diözese hinaus und wurde zum geistigen Führer der abendländischen Kirche. Auf dem Hintergrund seiner Erfahrungen vor der Priesterweihe verfasste er für das Frauenkloster seiner Stadt eine Regel, daraus entstanden die Regeln für die sich in den kommenden Jahrhunderten weit verbreitenden Zweige des Augustinerordens.
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Bild : Älteste Darstellung des Augustinus: Mosaik an der Kapelle Sancta Sanctorum in der Bibliothek von Papst Gregor, dem Großen, im Lateran aus dem 6. Jahrhundert

29. August:
Johannes, der Täufer: Gedenktag der Enthauptung
Prophet, Täufer Jesu, Märtyrer
* 24. Juni 1 v. Chr. (?) in Ain-Karim bei Jerusalem (?)
† nach 29 in Jerusalem (?)
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Bild: Bernardini Luini (um 1483 – 1532): Der Henker des Johannes

30. August:
Alexander III.
Papst
* um 1105 in Siena
† 30. August 1181 in Civita Castellana

Als Orlando Bandinelli geboren, wurde Alexander III. der erste bedeutende Jurist auf dem Heiligen Stuhl. Er war Jura-Professor in Bologna und Ratgeber für Papst Hadrian IV. in dessen Streitigkeiten mit Kaiser Friedrich Barbarossa. Orlando verfasste 1157 das Dokument, mit dem Hadrian das gesamte römische Reich als seine Pfründe beanspruchte. Hadrian IV. starb 1159, Orlando wurde sein Nachfolger. Im darauf folgenden Jahr hielt Friedrich Barbarossa in Pavia sein eigenes Konzil ab, das Viktor IV. als Gegenpapst wählte. Erst mit dem Frieden von Rialto fanden die Auseinandersetzungen zwischen Papst und Kaiser 1177 ein Ende. Das 3. Konzil im Lateran , 1179 einberufen, führte die Zwei-Drittel-Mehrheit als Quorum für die Papstwahl ein. Alexander sorgte sich als erster der Päpste um das Aufblühen der Albigenser. Bald darauf vertrieb die papstfeindliche Stimmung in Rom Alexander aufs neue. Alexander starb im Exil, seine Gebeine wurden nach Rom überführt, aber das Volk zerstörte sein Grab.
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Bild: Spinello Aretino (um 1345 – 1410): Papst Alexander III. empfängt einen Gesandten. Frescoim Palazzo Pubblico in Siena

31. August:
Raimundus Nonnatus
Mönch, Kardinal (?)
* um 1202 in Portello
† 31. August 1240 in Cardona in Katalonien

Raimund erhielt den Beinamen „Nonnatus“, „der Ungeborene“, weil er aus seiner toten Mutter herausgeschnitten worden sein soll. Er trat in Barcelona in den Mercediarerorden ein. der sich für Befreiung und Loskauf von chrsitlichen Gefangenen in Afrika einsetzte, gab sich einmal selbst zur Auslöse, ging monatelang ins Gefangnis und erlitt Folter und Qualen. Einigen unsicheren Quellen zufolge wurde er 1239 zum Kardinal ernannt. Während einer Reise nach Rom starb er.

Quellenhinweis: Ökumenisches Heiligenlexikon – www.heiligenlexikon.de
Eine Bereicherung für jeden Tag – Das Heiligenlexikon