Juni

1. Juni:
Justinus
Philosoph, Märtyrer, Kirchenvater
* 1. Hälfte des 2. Jahrhunderts in Flavia Neapolis, dem heutigen Nablus in Palästina (?)
† um 165 in Rom

Justinus wurde Prediger und Missionar und einer der ersten großen Theologen, er verfasste insbesondere Apologien, also Bücher, die in der Argumentation gegen Zweifler und Gegner des Christentums die Richtigkeit der christlichen Lehre darlegen. In Rom wurde Justinus nach langer Wanderschaft endlich sesshaft und gründete eine Schule. Er verfasste die ersten Aufzeichnungen römischer Liturgie, lauthals protestierte er gegen die Christenverfolgungen. Zusammen mit sechs seiner Schüler wurde er daraufhin verhaftet und eingesperrt; als er sich dem Verlangen, heidnischen Göttern zu opfern, widersetzte, wurde er während der Herrschaft des römischen Kaisers Mark Aurel enthauptet. Akten des Prozesses sind bis heute erhalten.
06-01
Bild: russische Ikone

2. Juni:
Marcellinus
Priester, Märtyrer
* in Rom
† um 299 in Rom

Marcellinus war römischer Priester und wurde zusammen mit Petrus zum Märtyrer. Papst Damsus I. berichtete Marcellinus’ Martyrium nach dem Zeugnis des Henkers, der Marcellinus enthauptete. Einhard entwendete die Gebeine von Marcellinus und Petrus, überführte sie erst nach Steinbach im Odenwald und – wohl 827 – nach Seligenstadt am Main.

3. Juni:
Karl Lwanga und Gefährten
Märtyrer
* 1865 in Bulimu in Uganda
† 3. Juni 1886 in Namugongo

Lwanga war Führer einer Gruppe von Pagen bei König Mwanga. Als der König erkannte, dass alle dem Christentum angehörten, ließ er die 26 Männer verhaften, foltern, schließlich zusammen mit weiteren 80 jungen Anglikanern ermorden.

4. Juni:
Franz Carácciolo
Ordensgründer
* 13. Oktober 1563 in Villa Santa Maria in den Abruzzen
† 4. Juni 1608 in Agnone

Franz entstammte einer Adelsfamilie. Nach der Genesung von einer Hautkrankheit verteilte er sein Vermögen und wurde 1587 zum Priester geweiht. Zusammen mit anderen widmete er sich besonders der seelsorgerlichen Begleitung von Gefangenen und zum Tod Verurteilten. Hierzu gründete er 1588 gemeinsam mit == Giovanni Adorno den Orden der “Minderen Regularkleriker”, die “Caráccioliner”, der noch im selben Jahr vom Papst anerkannt wurde. Ab 1593 versah er selbst das Amt des Ordensgenerals und wirkte an der Ausbreitung der Kongregation, so durch Reisen nach Spanien.
06-04

5. Juni:
Bonifatius (Winfried, Wynfreth)
Glaubensbote in Deutschland,
Erzbischof von Mainz, Märtyrer
* 672 (oder 673) in Crediton (?) in der Grafschaft Devonshire
† 5. Juni 754 bei Dokkum in Friesland

Er wurde in einem Kloster in Exeter ausgebildet, kam dann nach Nhutscelle, dem heutigen Nursling, wo er das Gelübde als Mönch der Benediktener ablegte. Mit 30 Jahren wurde Wynfreth Priester und zunächst Lehrer für Grammatik und Dichtung. Am Ende seines Lebens machte Bonifatius sich 753 mit einigen Gefährten, darunter Adalar,Eoban, Hildebrand und == Ferdinand, zur Friesenmission auf. Als er bei Dokkum in Westfriesland am Pfingstfest 754 ein Tauffest abhalten wollte, überfielen ihn die an ihrem alten Glauben festhaltenden Stämme und erschlagen ihn samt seinen Begleitern und über 50 weiteren Gefährten. Seine Leiche, zunächst nach Mainz gebracht, wurde von Lullus,dem Wunsch des Toten entsprechend, nach Fulda übertragen, die Grabstätte wurde zu einem berühmten Wallfahrtsort.
06-05
Bild : Denkmal im Mainzer Dom

6. Juni:
Bertrand von Aquileia
Patriarch von Aquileia, Märtyrer
* um 1260 in Frankreich
† 6. Juni 1350 in Spilimbergo in Italien

Bertrand wurde 1334 Patriarch. Vom Grafen von Gorizia wurde er ermordet. Bertrands Grab ist in Udine.

7. Juni:
Maria Theresia de Soubiran
Ordensgründerin
* 16. Mai 1834 in Castelnaudary in Frankreich
† 7. Juni 1889 in Paris

Im Alter von 14 Jahren gelobte Maria Theresia ewige Jungfräulichkeit, im Alter von 21 Jahren gründete sie in Castelnaudary eine Frauengemeinschft zum klösterlichen Leben, aus der die “Société de Marie Auxiliatrice”, die “Gemeinschaft der immerwährend helfenden Maria” wuchs, die sich der Betreuung gefährdeter Mädchen widmete. 1868 wurde die Kongregation vom Papst anerkannt, Maria Theresia wurde die erste Generaloberin. 1873 musste Maria Theresia aufgrund von Verleumdungen vom Leitungsamt zurücktreten und schloss sich einer Schwesternschaft in Paris an, wo sie enttäuscht bis zum Tod lebte.

8. Juni:
Maria Gräfin Droste zu Vischering
Oberin, Mystikerin
* 8. September 1863 in Münster
† 8. Juni 1899 in Porto in Portugal

Mit 25 Jahren trat Maria in den Orden der “Schwestern vom Guten Hirten” ein, 1894 wurde sie Oberin in Porto. Aufgrund einer Rückenkrankheit schon bald ans Bett gefesselt, erfüllte sie dennoch ihre Pflichten. Immer häufiger wurden ihr Visionen zuteil, so der Wunsch, die ganze Welt dem Herzen Jesu zu weihen; dies übermittelte sie Papst Leo XIII., der mit seiner Enzyklika “Annum sacrum” zum Heiligen Jahr 1900 dem Anliegen entsprach und das Hochfest “Heiligstes Herz Jesu” auf den 11. Juni 1899 festsetzte. Maria aber starb drei Tage zuvor.
06-08

9. Juni:
Ephraem (Ephraim), der Syrer
Diakon, Kirchenlehrer
* um 306 in Nisibis, dem heutigen Nusaybin in der Türkei
† im Juni 373 in Edessa, dem heutigen Urfa in der Türkei

Ephraem war das Kind christlicher Eltern, nach anderen Quellen der Sohn eines heidnischen Priesters. Mit 18 Jahren wurde er getauft, mit 30 zum Diakon geweiht. Er war als theologischer Lehrer in seiner Heimatstadt tätig, bis er 363 nach Edessa floh, als Nisibis an die Perser fiel. In Edessa lebte er zunächst als Einsiedler, gründete dann eine Schule und gewann wegen seiner Weisheit und seiner Frömmigkeit großen Einfluss.

10. Juni:
Onuphrios
Mönch, Lehrer der kappadokischen Kirche
* in Äthiopien
† Ende des 4. Jahrhunderts in Göreme in Kappadokien

Onuphrios war abessinischer Fürstensohn. Er wurde im Kloster Hermopolis erzogen, war Mönch geworden und verzichtete auf die fürstliche Nachfolge, um die Einsamkeit aufzusuchen. Er fand sie in einem der abgelegenen Felsenklöster von Göreme in Kappadokien, wo er 60 Jahre lang in andächtiger Betrachtung und als Lehrer der kappadokischen Kirche lebte.
06-10
Bild : Jusepe de Ribera (1591 – 1652), in der Hermitage in St. Petersburg

11. Juni:
Barnabas
Apostel, Märtyrer
* in Zypern
† 61 (?) in Salamis bei Famagusta auf Zypern (?)

Barnabas, Sohn eines jüdischen Gutsbesiters auf Zypern, hieß eigentlich Joseph. Den Namen Barnabas erhielt er von den Aposteln. Er wirkte mit Paulus in Antiochia, war dessen Begleiter bei der ersten Missionsreise nach Zypern und Kleinasien und Teilnehmer am Apostelkonzil in Jerusalem (Apostelgeschichte 15, 2 – 35). Es kam dann zu einem Streit zwischen Paulus und Barnabas wegen Johannes Markus, die beiden Apostel trennten sich, Barnabas besuchte zusammen mit Johannes Markus die Gemeinden in Zypern (Apostelgeschichte 15, 39). Beerdigt wurde er wohl in Zypern.
06-11
Bild: Barnabas-Darstellung am Schrein des Eleutherius in der Kathedrale von Notre Dame in Tournai

12. Juni:
Guido Vagnotelli (von Cortona)
Priester
* um 1190 in Cortona in der Toscana
† 12. Juni 1250 in Celle bei Cortona

Guido Vagnotelli schloss sich 1211 der Gemeinschaft des Franziskus von Assisi an, wurde zum Priester geweiht und von Franziskus als Prediger ausgewählt. Seine charismatischen Reden und viele wundersame Taten machten ihn zum begehrten und verehrten Lehrer des Volkes.

13. Juni:
Antonius von Padua
Mönch, Kirchenlehrer
* um 1195 in Lissabon
† 13. Juni 1231 in Arcella bei Padua

Fernandez Martin de Bulhorn wurde in Lissabon als Sohn einer begüterten Adelsfamilie geboren. Mit 16 Jahren wurde er Augustiner-Chorherr, studierte in Lissabon und später in Coimbra, wurde zum Priester geweiht. Erschüttert durch das Erlebnis der Bestattung der Gebeine der fünf marokkanischen Märtyrer reifte sein Entschluss, sich den Franziskanern anzuschließen; 1220 trat er in Coimbra den Minderbrüdern des Ordens bei und nahm den Namen Antonius an. Antonius starb 1231 bei den Klosterfrauen von Arcella bei Padua.
06-13
Bild : Filippino Lippi (um 1457 – 1504): Ausschnitt aus dem Gemälde der Maria mit Antonius und einem Franziskanerbruder, vor 1480, Museum der Schönen Künste in Budapest

14. Juni:
Meinrad Eugster
Laienbruder
* 23. August 1848 in Gätziberg bei Altstätten in der Schweiz
† 14. Juni 1925 in Einsiedeln

Josef Gebhard Eugster war Schneider. 1874 trat er als Laienbruder ins Kloster Einsiedeln ein und nahm den Namen Meinrad an. Trotz schwerer Krankheit lebte er vorbildlich.

15. Juni:
Eigil von Fulda
Abt in Fulda
* in Bayern
† 15. Juni oder 6. August 822 in Fulda

Eigil stammte aus bayerischem Adel, er wurde 818 Abt in Fulda. Er war der Biograf seines Onkels und Lehrers Sturmius von Fulda und holte Hrabanus Maurus als deren Leiter an die Klosterschule. Das Mönchsleben blühte unter seiner Leitung auf. Bestattet wurde Eigil in der von ihm erbauten Michaelskirche.

16. Juni:
Julitta
Märtyrerin
* im 3. Jahrhundert in Ikonium, dem heutigen Konya in der Türkei
† um 304 in Tarsus in der Türkei

Julitta floh nach der Legende mit ihrem dreijährigen Sohn Quiricus aus ihrer Heimatstadt während der Diokletianischen Verfolgung über Seleukia – heute ein Bergdorf nördlich Manavgat – nach Tarsus. Dort wurde sie aber ergriffen und vor den Richter gebracht. Als der sie mit Riemen schlagen ließ, zerkratzte das empört schreiende Kind dem Richter, der es herzen und zu sich bekehren wollte, das Antlitz. Da schleuderte er es vom Richterstuhl, dass es tot liegen blieb, und ließ Julitta enthaupten.
06-16
Bild: Simone Martini (1280/85 – 1344) und Lippo Memmi (1285-1361): Julitta und Quiricus bei der Taufe Jesu, Galleria degli Uffizi in Florenz

17. Juni:
Euphemia von Altomünster
Äbtissin in Altomünster
* in Dießen (oder Andechs) in Bayern
† um 1180 in Altomünster bei Dachau in Bayern

Euphemia, Tochter des Grafen Berthold II. von Andechs und Dießen, Schwester der Mechthildis von Dießen, wurde 1050 Äbtissin in Altomünster. Sie vermehrte den Besitz des Klosters und führte ein Leben hoher Tugend. Euphemia wurde in der Familiengruft in Dießen bestatttet.

18. Juni:
Maria Dolorosa von Brabant
Einsiedlerin, Märtyrerin
* in Woluwe bei Brüssel
† 18. Juni 1290 daselbst

Maria Dolorosa lebte als Einsiedelerin. Als sie einen zudringlichen Jüngling abwies, bezichtigte der sie des Diebstahls. Sie wurde zum Tod verurteilt, gepfählt und bei lebendigem Leib begraben. An Maria Dolorosas Grab ereignteten sich in der Folge zahlreiche Wunder, womit ihre Unschuld bewiesen war. Bald nach ihrem Tod gründete sich an ihrem Todesort eine Bruderschaft unter ihrem Namen, eine Kapelle wurde erbaut und ihr geweiht.

19. Juni:
Romuald
Abt, Ordensgründer
* 951/952 bei Ravenna
† 19. Juni 1027 in Val di Castro

Romuald wurde als Sohn einer adligen Familie geboren. Als er mit ansah, wie sein Vater im Duell seinen Gegner tötete, ging Romuald stellvertretend an seiner Statt zur Sühne vierzig Tage ins Benediktiner – Kloster S. Apollinare in Classe bei Ravenna. Er fand dort Geschmack am Mönchsleben, blieb für drei Jahre dort und legte die Gelübde ab. 1481 wurden Romualds Gebeine in die Kirche S. Biagio in Fabriano bei Ancona übertragen. 1072 wurde die Regel der Kamaduenser von Papst Alexander II. bestätigt. Oberhalb Camáldoli sind noch heute die 20 Zellen der ersten Kamalduensermönche, darunter die von Romuald, zu besichtigen.
06-19
Bild : Fra Angelico Fresko im Konvent von San Marco in Florenz, 1441 / 1442

20. Juni:
Benigna
Nonne, Märtyrerin
† um 1241 bei Wroclaw

Benigna war Zisterziensernonne und fand bei den Mongoleneinfällen den Tod. In Svata Dobrotiva in der Slowakei ist ihr eine Wallfahrt zugeeignet.

21. Juni:
Alban von Mainz
Priester, Märtyrer
* in Italien
† um 406 in Mainz

Die Überlieferung kennt Alban und Theonestus als Priester und predigende Kämpfer gegen den Arianismus. Von Rom wurden sie demnach zu Ambrosius nach Mailand gesandt, über Gallien zogen sie weiter nach Augsburg und schließlich nach Mainz. Dort setzten sie den vertriebenen Bischof Aureus wieder ein, doch die eingefallenen Vandalen ergriffen ihn bei ihrem Sturm auf die Stadt 406 abermals und erschlugen ihn, auch Alban wurde während des Gebets gefasst und enthauptet. Die Legende berichtet, wie er sein Haupt genommen habe, um es an die Stelle zu tragen, wo er begraben werden wollte. Theonestus aber habe ihn “in einem schönen Münster zu Mainz” bestattet und sei dann auch getötet worden.
06-21

22. Juni:
Thomas More (Morus)
Lordkanzler, Märtyrer
* 7. Februar 1477 oder 1478 in London
† 6. Juli 1535 daselbst

Thomas More war Sohn eines Richters in London, wurde mit 13 Jahren Page des Erzbischofs, studierte Rechtswissenschaften in Oxford, wurde mit 23 Anwalt in London und mit 26 Mitglied des Parlamentes. 1504 heiratete er, aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, bis die Frau 1511 starb und er in zweiter Ehe die Tochter eines Textilkaufmannes ehelichte. Thomas bekam diplomatische Aufträge, wurde Sprecher des Unterhauses, zum Ritter geschlagen, in den Adelsstand erhoben, wurde Berater und 1529 als Nachfolger von Kardinal Wolsey und erster Laie Lordkanzler von König Heinrich VIII., dem “Defensor fidei”, “Verteidiger des Glaubens” – ein Ehrentitel, der dem König vom Papst verliehen worden war wegen einer Kampfschrift gegen die Anhänger der Reformation von Martin Luther.
06-22
Bild: Gemälde von Hans Holbein, dem Jüngeren, 1527, in der Frick Collection in New York

23. Juni:
Benedikt (Benedetto) Menni
Mönch, Ordensgründer
* 11. März 1841 in Mailand
† 24. April 1914 in Dinan in Frankreich

Benedetto Menni, fünftes Kind einer Familie mit 15 Kindern, wurde Mönch im Ordens der Barmherzigen Brüder des Johannes von Gott. Er studierte in Lodi und in Rom. 1867 wurde er Apostolischer Visitator des Ordens und ihr Generalprior. Er reformierte den Orden und war 1881 Mitbegründer des weiblichen Zweigs, der “Hospitalschwestern des heiligsten Herzens Jesu”. Seine besondere Fürsorge galt alten Menschen, Waisen und Geisteskranken. Benedetto Menni wurde 1985 von Papst Johannes Paul II. selig und 1999 heilig gesprochen.
06-23

24. Juni:
Johannes, der Täufer
Prophet, Täufer Jesu, Märtyrer
* 24. Juni 1 v. Chr. (?) in Ain-Karim bei Jerusalem (?)
† nach 29 in Jerusalem (?)

Johannes war Sohn der Elisabeth und des Zacharias, er wurde nach der Überlieferung ein halbes Jahr vor Jesus geboren. Johannes trat der Überlieferung nach im Jahr 28 erstmals öffentlich als Bußprediger auf. Johannes taufte Jesus am Jordan, wobei die besondere Sendung Jesu und seine Göttlichkeit zum ersten Mal öffentlich offenbar wurde: “Aus dem Himmel erscholl eine Stimme: ‘Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.’” (Lukasevangelium 3, 24). Von König Herodes Antipas wurde Johannes dann gefangen genommen, weil der ihm die unrechtmäßige Verbindung mit seiner Schwägerin Herodias öffentlich vorgehalten hatte. Die hasserfüllte Herodias bewegte ihre Tochter Salome, als diese dem von ihrem Tanz entzückten Vater einen Wunsch äußern durfte, Johannes’ Haupt zu fordern. Er wurde enthauptet, Salome brachte der Mutter das Haupt auf einer Schale (Markusevangelium 6, 14 – 29).
06-24
Bild : Leonardo da Vinci (1452 – 1519): Johannes

25. Juni:
Burkhard von Mallersdorf
erster Abt in Mallersdorf
* im 11. Jahrhundert in Oberfranken
† 25. Juni 1122 in Mallersdorf in Bayern

Burkhard war Mönch im Michaelskloster in Bamberg und wurde 1109 erster Abt im neuen Kloster Mallersdorf, das sechs Mönche beherbergte.

26. Juni:
Pelagius
Märtyrer
* 912 in Galizien
† 26. Juni 925 daselbst

Pelagius wurde als zehnjähriger Knabe von Sarazenen während einer Schlacht um seine Heimat als Geisel genommen und nach dreijährigem Gefängnisaufenthalt mit einer glühenden Zange in Stücke gerissen und so ermordet. Schon bald nach seinem Tod wurde er in ganz Spanien verehrt, seine Gebeine kamen 967 nach Léon, 985 nach Oviedo. Dort wird das Kreuz gezeigt, das der Knabe in der Schlacht bei sich gehabt habe.

27. Juni:
Cyrill von Alexandria
Patriarch von Alexandria, Kirchenvater
* um 380 in Alexandria
† 27. Juni 444 daselbst

Der hervorragend ausgebildete Cyrill wurde nach einer Zeit des Lebens als Einsiedler 412 zum Patriarchen von Alexandria gewählt. Er war ein großer Theologe, der sich sein Leben lang der Bibelauslegung und der Verteidigung der Glaubenslehre widmete.
06-27
Bild: Anonyme Ikone, unbekannte Entstehungszeit: Athanasios und Cyrill (rechts)

28. Juni:
Diethild
Königstocher, Wohltäterin
† um 563

Diethild war eine Enkelin von König Chlodwig. Sie unterstützte Kirchen und Klöster. Im Kloster von St. Pierre-le-Vif, das möglicherweise von Diethild gegründet wurde, ist sie bestattet.

29. Juni:
Petrus
Apostel, Märtyrer
* um 0 in Bethsaida in Galiläa, dem heutigen Mahjar
† um 64 (?) in Rom (?)

Der Fischer Simon, der mit Frau und Kindern in Kapernaom lebte, wurde gemeinsam mit seinem Bruder Andreas, der zuvor schon Jünger von Johannes dem Täufer war, von Jesus in seine Jüngergruppe berufen (Markusevangelium 1, 16 – 18). Petrus’ zukünftige Aufgabe wurde ihm beim Fischzug als “Menschenfischer” angekündigt (Lukasevangelium 5, 10). Nach seinem Bekenntnis von Cäsarea wurden Petrus “die Schlüssel des Reichs der Himmel” übergeben. Nach katholischer Lehre reiste Petrus später nach Rom, wirkte dort als Leiter der Gemeinde und starb dann unter Nero den Märtyrertod.

30. Juni:
Otto von Bamberg
Bischof von Bamberg, Glaubensbote in Pommern
* um 1060 in Franken
† 30. Juni 1139 in Bamberg

Otto wurde in einer Adelsfamilie geboren und in Eichstätt erzogen. Otto versuchte im Konflikt in der dramatischen Endphase des Investiturstreites zu vermitteln; an der Einigung im Wormser Konkordat von 1122 war er wesentlich beteiligt.
06-30
Bild: Deckplatte des Hochgrabes in der Kirche St. Michael in Bamberg, 14. Jahrhundert

Quellenhinweis: Ökumenisches Heiligenlexikon – www.heiligenlexikon.de
Eine Bereicherung für jeden Tag – Das Heiligenlexikon