September

1. September:
Ruth
Ahnfrau
* in Moab
† um 1000 v. Chr. in Bethlehem

Ruth ist die Hauptperson des gleichnamigen Buches im Alten Testament, das eine lehrhafte Geschichte aus der Richterzeit des Volkes Israel erzählt.
Der Israelit Elimelech war demnach wegen einer Hungersnot nach Moab ausgewandert, wo er ebenso wie seine beiden kinderlos verheirateten Söhne starb. Seine Witwe Naemi (Naomi) machte sich nach Ende der Hungersnot wieder auf den Weg in die Heimat; die Moabiterin Ruth, eine der beiden Schwiegertöchter, bekannte sich zu ihr und zum Volk Israel und seinem Gott – die Worte aus Ruth 1, 16 – 17 werden oft als Trautext bei Eheschließungen verwendet, obwohl sie also nicht eheliche Treue beschreiben – und zog mit ihr nach Israel. Dort las sie altem Recht antsprechend nach der Ernte die restlichen Ähren von einem Feld auf, lernte dabei den Eigentümer Boas kennen und heiratete ihn (Ruth 4, 13); sie wurde so die Großmutter des Isai und die Urgroßmutter des späteren Königs David und damit auch Jesu (Ruth 4, 17; Matthäusevangelium 1, 5. 17).

2. September:
Nonnosus
Abt auf dem Monte Seratto
* um 500
† um 560 auf dem Monte Seratto nördlich von Rom

Nonnosus war Mönch im Benediktinerkloster auf dem Monte Seratto; er hatte unter seinem despotischen Abt zu leiden, doch Nonnotus ertrug alle Demütigungen und Qualen. Als er selbst Abt dieses Klosters wurde, war er gütig und freundlich gegenüber seinen Mitbrüdern. Nonnosus wurde in seinem Kloster bestattet, im 11. Jahrhundert kamen Reliquien nach Freising, wo sie ein vielbesuchten Wallfahrtsziel wurden. Dem Öl der Grablampe wurde Heilkraft nachgesagt, durch eine Öffnung im Steinsarg kann man bis heute hindurchkriechen und erfahre so Hilfe.

3. September:
Gregor I., „der Große“
Papst, Kirchenlehrer, Kirchenvater
* um 540 in Rom
† 12. März 604 daselbst

Er studierte Verwaltungwesen und stand bereits im Alter von 30 Jahren als Präfekt an der Spitze von Roms Verwaltung. Aber dann legte er seine Ämter nieder und zog sich 575 nach dem Tode seines Vaters in sein Elternhaus zurück, aus dem er ein Andreas gewidmetes Benediktinerkloster machte. Aus dem Familienbesitz gründete er noch sechs weitere Klöster in Süditalien. Als eine Überschwemmungskatastrophe Tod und Elend über Rom brachte und die anschließende Pestseuche nicht nur die Bevölkerung hinraffte, sondern auch den Papst, fiel die Wahl auf Gregor, der sich ihr aber entziehen wollte. Er ließ sich verkleidet in einem Faß verborgen auf einem Ochsenkarren aus der Stadt bringen, um in einer Höhle als Eremit zu leben. Eine Lichtsäule, an der Engel auf- und niederstiegen, führte nach der Überlieferung zu seiner Entdeckung, 590 wurde er zum Papst geweiht. Sein Grab fand Gregor in der Peterskirche. In der von ihm auf seinem Familiensitz erbauten Kirche S. Gregorio Magno ist seine Zelle und sein Bischofsstuhl erhalten.

Bild : Michael Pacher: Altar der vier lateinischen Kirchenväter – Detail mit Augustinus (links) und Gregor, 1483, Alte Pinakothek in München

4. September:
Ida von Herzfeld
Seherin, Wohltäterin
† 825 (oder 813?) in Herzfeld

Ida stiftete nach einem Traum um 790 die Kirche von Herzfeld in Westfalen. In einer an die Kirche angebauten Klause lebte sie nach dem Tod ihres Mannes, des Sachsenherzogs Egbert, in großer Frömmigkeit mit Werken der Nächstenliebe bis zu ihrem Tod. Das Volk bezeichnete sie als „Mutter der Armen“. Eine spätmittelalterliche Legende berichtet, wie ein von Jägern verfolgter Hirsch bei ihr Schutz suchte. Ida war die erste Heilige in Westfalen. Bischof Dodo erhob ihre Gebeine 980, damals fand der erste Umzug mit ihren Reliquien statt; bis heute wird die „Identracht“ alljährlich in der Woche ab dem 4. September begangen und dabei der „Ida-Segen“ erteilt. Idas Grablege in der zur Kapelle umgewidmeten Klause wurde eine bedeutene Wallfahrtsstätte. Schwangeren hilft der geweihte „Ida-Gürtel“.
09-04
Bild: Glasfenster in der Ida-Kapelle in Herzfeld: Das Traumgesicht der Ida

5. September:
Maria Faustyna (Helena) Kowalska
Nonne, Mystikerin
* 25. August 1905 in Glogowiec bei Lodz in Polen
† 5. Oktober 1938 in Kraków

Helena Kowalska wuchs mit neun Geschwistern auf. Im Alter von 20 Jahren trat sie nach vielen Hindernissen in den Orden von der „Muttergottes der Barmherzigkeit“ in Warschau ein, das Noviziat verbrachte sie in Krakau / Kraków und erhielt den Ordensnamen Maria Faustyna. Als Schwester arbeitete sie in verschiedenen Ordenshäusern in der Küche, Bäckerei, Gärtnerei, oder als Pförtnerin. Faustyna wurden Erscheinungen Jesu und der Gottesmutter zuteil. Sie wurde zur Künderin der unergründlichen göttlichen Barmherzigkeit erwählt. Mit brennender Liebe, durch Sühneleistungen, in ihrem Gebet sowie durch ein im verborgenen geübtes Opferleben erflehte sie die Barmherzigkeit Gottes für die Welt. Sie starb mit 33 Jahren im Rufe der Heiligkeit im Kloster Josefow.
09-05

6. September:
Eugenius von Karthago
Erzbischof von Karthago
† 13. Juli 505 in Albi in Frankreich

Um 480 wurde Eugenius Bischof in Karthago, dem heutigen Tunis; dieser Bischofsstuhl war zuvor zwanzig Jahre lang unbesetzt. Er war wohltätig und bekehrte viele Vandalen. 483 wurde er zusammen mit fünftausend Christen in die Wüste verbannt, nach einem Jahr konnte er zurückkehren. Die Verbannung erlitt er danach noch zwei Mal, schließlich flüchtete er nach Gallien.

7. September:
Judith
Heldin
lebte angeblich um 550 v. Chr. in Betylua in Juda

Judith gilt als Heldin Israels, deren Geschichte im apokryphen alttestamentlichen Buch Judit erzählt wird. Diese legendäre Geschichte berichtet von einer Strafexpedition des baylonischen Herrschers Nebukadnezar gegen das Südreich Juda. Judith rettete ihre Heimatstadt, indem sie sich als Überläuferin ausgab, nach einem Festmahl den feindlichen Heerführer Holofernes mit seinem eigenen Schwert tötete und so die Perser in die Flucht schlug. In der bildenden Kunst war das Motiv v.a. in der Renaissance sehr beliebt, auch für Dramen, Opern und Gedichte war die Geschichte immer wieder Vorlage.
09-07
Bild : Michelangelo: Judith and Holofernes, Fresko von 1509 in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan.

8. September:
Maria – Mariä Geburt
Mutter Jesu
* um 18 v. Chr. (?)
† in Ephesus, heutiges Ruinenfeld bei Selçuk (?)

Das Fest Mariä Geburt hat seine Geschichte im Zusammenhang mit dem Bau der Kirche für die heilige Anna am See Bethesda. Dieser Ort galt als Wohnort von Anna und Joachim und somit als Heimat von Maria. Das Fest wurde dann seit dem 6. Jahrhundert in der Ostkirche gefeiert, um 700 durch Papst Sergius I. in Rom eingeführt und breitete sich im 10. / 11. Jahrhundert in der ganzen katholischen Kirche aus.
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Bild: Domenico Ghirlandaio: Fresco, 1486 – 90, in der Tornabuoni-Kapelle der Kirche Santa Maria Novella in Florenz

9. September:
Bernhard August Thiel
Bischof von San José
* 1. April 1850 in Elberfeld, dem heutigen Wuppertal-Elberfeld
† 9. September 1901 in San José in Costa Rica

Bernhard August Thiel war Sohn eines Schreinermeisters, er trat in den durch Vinzenz von Paul gegründeten Vinzentinerorden ein und wurde im Mutterhaus in Paris zum Priester geweiht. Als Missionar wurde er als Lehrer ans Priesterseminar nach Quito in Ecuador gesandt, dann nach Costa Rica, wo im Alter von erst knapp 30 Jahren 1880 Bischof wurde. Von 1853 bis 1855 war er aus politischen Gründen aus dem Land verbannt und musste sein Amt von Panama aus wahrnehmen. Er wirkte besonders als Seelsorger und Missionar unter den Indianern. Bei seinem Tod erhielt Thiel ein Staatsbegräbnis, fünf Tage lang waren die Flaggen im Land auf Halbmast gesetzt.
09-09

10. September:
Nikolaus von Tolentino
Mönch, Prediger
* um 1245 in Sant’Angelo in Pontano in Italien
† 10. September 1305 in Tolentino

Nikolaus ließ sich 1255 in den Augustiner-Eremitenorden aufnehmen und wirkte zunächst als Prediger und Beichtvater. 1270 empfing er die Weihe als Priester, 1275 wurde er nach Tolentino geschickt, wo er wunderbare Bestätigungen durch Engel erlebte, die er um den Altar stehen sah. Nikolaus wurde ein höchst beliebter Prediger und Krankenseelsorger und führte ein Leben in Askese und tätiger Nächstenliebe. Erzählt wird, wie schon zu Lebzeiten durch ihn Wunder geschahen: seine Gebete wirkten heilend, er überwand den Teufel, der ihm die Ampel am Altar zerbrach und anderen Schaden anzutun versuchte. Zwei gebratene Vögel wollte er auch in schwerer Krankheit, wegen der gelobten Kasteiung, nicht genießen; als er sich auf das Gebot des Priors gehorsam fügte, einen Bissen zu nehmen, flogen die Rebhühner, lebendig geworden, davon. Nikolaus‘ Grab ist in der darüber für ihn erbauten und nach ihm benannten Basilika in Tolentino. Auch am Grab ereigneten sich zahlreiche Wunder, offiziell bestätigt wurden allein in den zwanzig Jahren nach seinem Tod mehr als 300. An den Armen des Toten seien bei besonderen kirchlichen Ereignissen jedesmal Blutergüsse entstanden. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert war Nikolaus einer der meistverehrten Heiligen in Europa und Amerika. 1926 wurden seine Gebeine bei Grabungen wieder aufgefunden und in einen Glasschrein gebettet, sein Grab ist bis heute ein Wallfahrtsort.
09-10
Bild : Gemälde aus dem 14. Jahrhundert, heute in der nach ihm benannten Kirche in Tolentino

11. September:
Regula
Märtyrerin
† nach 302 in Zürich

Regula und ihr Bruder Felix flohen nach der Vernichtung der Thebäischen Legion des Mauritius, der sie angehörten, nach Zürich, wo sie mit Exuperantius als Leidensgefährten enthauptet wurden. Wie Dionysius und andere Märtyrer sollen sie ihr Haupt bis zu dem Ort getragen haben, an dem sie bestattet werden wollten. Über dieser Stätte wurde das Züricher Großmünster erbaut. Seit der Reformation liegen ihre Reliquien in Andermatt
09-11
Bild: Glasfenster von 1517 im Kloster Muri bei Zürich: Regula, ihren Kopf in Händen

12. September:
Maria – Mariä Namen
Mutter Jesu
* um 18 v. Chr. (?)
† in Ephesus, heutiges Ruinenfeld bei Selçuk (?)

Im 5. Jahrhundert wurde in Jerusalem die Kirche der Anna am vermeintlichen Geburtsort ihrer Tochte Maria erbaut und geweiht, das Fest Mariä Namen hat hier einen Hintergrund. Seit dem 7. Jahrhundert war das Fest in Rom bekannt. Nach dem Sieg über die Türken bei Wien am 12. September 1683 wurde der Tag durch Papst Innozenz XI. als Fest für die ganze Kirche eingeführt. In Österreich wird dieses Fest noch begangen, in anderen Ländern hat es nur mehr als Gedenktag Gültigkeit, im. römischen Generalkalender findet sich der Tag nicht mehr. Früher hatten die Armen an diesem Tag das Recht, auf den Feldern liegen gebliebenes Korn zu sammeln.
09-12

13. September:
Tobias, der Sohn
Hauptperson im Buch Tobit im Alten Testament
* in Tisbe bei Kedesch, dem heutigen Qiryat Shemona in Galiläa
† in Ninive, heute Ruinen bei Mosul im Irak

Tobias ist die Hauptperson im lehrhaften Buch Tobit im Alten Testament. Tobias, sein gleichnamiger Vater, zeichnete sich durch Glaubenstreue und Nächstenliebe aus. Tobias, der Sohn wurde auf einer Reise von Erzengel Raphael begleitet.
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Bild: Filippino Lippi: Tobias und der Engel, um 1480, National Gallery of Art in Washington

14. September:
Fest der Kreuzerhöhung

An die Legende von der Kreuzfindung der Helena schließt die von der Eroberung des Kreuzes und der Zerstörung des Grabestempels in Jerusalem durch Chosroes II. im Jahr 614 an. Heraklius, Kaiser von Byzanz – dem heutigen Istanbul, besiegte Chosroes 627 und brachte das zurückgewonnene Kreuz nach Jerusalem. Da schloß sich zunächst das Stadttor von selbst, erst als Heraklius Rüstung und kaiserliche Insignien ablegte, barfuß und in einfacher Kleidung mit dem Kreuz anklopfte, öffnete ein Engel das Tor, durch das auch Christus geschritten war. Das Kreuz wurde in einem erneuerten Bau aufgestellt. 415 wurde in Jerusalem das Weihefest der Kreuzkirche gefeiert, seit 530 stand die Auffindung und Erhöhung des Kreuzes im Mittelpunkt des Festes. Im 7. Jahrhundert wurde es von Rom übernommen, 629 wurde das Fest der Kreuzerhöhung auf 14. September festgesetzt. Seitdem ist es oft mit der Verehrung von Kreuzreliquien verbunden.

15. September:
Maria – Fest Dolores

Das Marienfest „Dolores“, das Fest zum Gedächtnis der „Sieben Schmerzen Mariens“ („mater dolores“ ist die „schmerzensreiche Mutter“) war in Köln schon 1423 bekannt, vom 15. Jahrhundert an stellte die Kunst die volkstümliche „Mater dolorosa“ mit den Schwertern in der Brust dar. Von Papst Pius VII. wurde das Fest 1814 zum Dank für seine geglückte Heimkehr aus der fünfjähigen, durch die Franzosen verhängten, Gefangenschaft für die ganze Kirche verfügt.
09-15

16. September:
Cornelius
römischer Bischof
* in Rom
† im Juni 253 in Centumcellae, dem heutigen Civitavecchia bei Rom

Cornelius aus der vornehmen römischen Familie der Cornelier wurde 251 nach fünfzehnmonatiger Vakanz zum Bischof von Rom gewählt. Er vertrat die Mehrheit gegen eine starke Minderheit um den römischen Priester Novatian: strittig war die Frage, wie mit den Christen umgegangen werden solle, die unter dem staatlichen Druck unter Kaiser Gajus Decius aus Angst ihren Glauben verleugnet hatten. Cornelius stellte sich entschieden auf die Seite der Nachsichtigen und Vergebungsbereiten, diese Haltung entsprach der des Bischofs von Karthago, Cyprian von Karthago. Die Minderheit wählte Novatian zum zweiten Gegenpapst der Kirchengeschichte; auf der römischen Synode von 251 wurde er aber wieder abgesetzt. Der römische Kaiser Valerian verbannte Cornelius 253 nach Centumcellae, dem heutigen Civitavecchia bei Rom. Die Legenda Aurea berichtet den brieflichen Trost des Bischofs Cyprian von Karthago, demzufolge Cornelius mit Bleiklötzen geschlagen wurde, da er nicht im Marstempel opfern wollte. Zur Richtstätte geführt, heilte er auf dem Wege die Frau eines Ritters; beide bekehrten sich mit 20 Kriegsknechten und wurden mit ihm gemartert bzw. enthauptet, Cornelius dann in der Calixtus-Katakombe bestattet. Cornelius‘ Attribut ist ein Horn, eigentlich eine Klaue des Vogels, genannt Greif, welche dieser Vogel aus Dankbarkeit für die Heilung durch das Gebet des Cornelius zu dessen Füßen niedergelegt habe; diese Klaue wurde demnach fortan von Cornelius als Trinkgeschirr gebraucht.
09-16
Bild: Kopf-Reliquiar von 1360 im Korneli-Münster in Aachen

17. September:
Hildegard von Bingen
Klostergründerin, Äbtissin, Mystikerin
* um 1098 in Bermersheim im Rheingau
† 17. September 1179 auf dem Rupertsberg bei Bingen

Hildegard wurde wohl als Tochter des rheinfränkischen Edelfreien Hildebert von Bermersheim/Alzey im Rheingau geboren. Schon das kränkliche Kind hatte Visionen.Hildegard wurde bei ihrer Verwandten Jutta von Sponheim in deren Klause am Kloster Disibodenberg erzogen. Nach Juttas Tod 1136 wurde Hildegard deren Nachfolgerin als Priorin, entschied aber, 1147/48 ihr eigenes Kloster zu gründen. Hildegard war Künstlerin und Wissenschaftlerin, Mystikerin und Ärztin, Dichterin und politisch engagiert, dennoch von zartem und gebrechlichem Wesen in einer von Männern dominierten Welt. Hildegard erwies sich auch als Dramaturgin, Dichterin und Komponistin, verfasste Texte und Melodien zu 77 Liedern und dem Singspiel „Ordo Virtutum“, „Spiel der Kräfte“, in dem sie den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse in 35 dramatischen Dialogen zur Darstellung bringt. Theologisch brachte sie dieses Thema in ihrem zweiten großen Hauptwerk, dem „Liber Vitae Meritorum“ „Buch des verdienstlichen Lebens“ noch einmal zur Sprache. 1632 wurde das Kloster Rupertsberg zerstört, Hildegards Reliquien wurden nach Köln, später dann nach Eibingen gebracht. Theodor Schnitzler nannte sie „Deutschlands größte Frau“. In neuerer Zeit hat Hildegard besonders mit ihren Vorstellungen von Naturheilkunde und Ernährung wieder große Beachtung gefunden.
09-17

18. September:
Lambert (Lantpert) von Maastricht (von Lüttich)
Bischof von Maastricht, Glaubensbote in Brabant, Märtyrer
* um 635
† 17. September um 705 in Lüttich

Lambert war Sohn wohlhabender Eltern, ein Neffe des Bischofs Theodard von Maastricht, der ihn ausbildete. Nach den Legenden trug er als jugendlicher Diakon um den Weihrauch zu entzünden glühende Kohlen im Chorhemd, ohne dass dieses verbrannte, und wachte in eisiger Nacht im Büßerhemd vor dem Kruzifix in der Kirche. Nach Theodards Ermordung wurde er 672 sein Nachfolger, lebte aber ab 675 sieben Jahre, durch den fränkischen Hausmeier Ebroin verbannt, im Kloster Stablo. Unter Pippin dem Mittleren kehrte er nach Maastricht zurück und bemühte sich besonders um die Bekehrung der heidnischen Toxandren. Als er die Rechte der Kirche gegen Graf Dodo verteidigte, wurde er von diesem in seinem Haus ermordet. Lamberts Gebeine wurden erst in Maastricht, ab 715 in Lüttich verehrt, dann in der französischen Revolution vernichtet. Eine Kopfreliquie ist seit den 12. Jahrhundert in Freiburg im Breisgau.
09-18
Bild: Kopfreliquar von 1514, im Domschatz in Freiburg

19. September:
Januarius von Neapel
Bischof von Neapel (oder Benevent), Märtyrer
* in Neapel (?)
† 305 (?) in Pozzuoli bei Neapel

Januarius war Bischof von Neapel – nach anderer Überlieferung von Benevent – und wurde unter Diokletian enthauptet, nachdem er der Legende nach unverletzt aus einem glühenden Ofen herausgegangen war und wilde Tiere, die man auf ihn gehetzt hat, sich ihm zahm zu Füßen legten. Mit ihm starben sieben Gefährten, darunter sein Diakon, an den Schwefelquellen von Pozzuoli. Januarius‘ Reliquien wurden 835 von Neapel nach Benevent übertragen und 1491 nach Neapel zurückgebracht, wo er Namensgeber des Doms ist; sie sind Grundlage einer besonderen Verehrung mit den dort aufbewahrten Ampullen, deren trockenes Blut flüssig erscheint, wenn sie an seinem Hauptfest in die Nähe seines Hauptes gebracht werden. Das sogenannte Blutwunder ereignet sich am 1. Sonntag im Mai, dem Jahrestag der Rückführung der Reliquien nach Neapel, sowie am 19. September, dem eigentlichen Festtag, aber auch zu anderen überraschenden Zeitpunkten. Eine Nichtverflüssigung gilt als schlimmes Omen. Wissenschaftlich erklären kann man das Phänomen bisher nicht *. Die dunkelrote und eingetrocknete Flüssigkeit in den Ampullen kann sich bis zu einer hellroten, fast sprudelnden Substanz verflüssigen, das Phänomen ist unabhängig von der Temperatur, das Gewicht verändert sich um bis zu 27 Gramm. Es gibt in Italien noch andere Blutwunder, von allen nimmt man die Unechtheit an, es bleibt aber das Phänomen und die daran geknüpfte Volksfrömmigkeit. In Neapel wird Januarius vor allem bei Erdbeben und Ausbrüchen des Vesuvs angerufen.
09-19
Bild: Bronze-Statue im Dom von Neapel

20. September:
Fausta
Märtyrerin
* in Cycicus, dem heutigen Erdek
† 307 daselbst

Fausta erlitt der Überlieferung nach unter Kaiser Maximian als christliche Jungfrau das Martyrium, denn sie weigerte sich, den Göttern zu opfern. Demnach versuchte man sie durchzusägen, trieb Holznägel in ihren Leib und tötete sie schließlich in einem Kessel mit siedendem Pech. Der Richter bekehrte sich ob der beeindruckenden Standhaftigkeit, so wurde auch er zu Tode gemartert.

21. September:
Matthäus
Apostel, Evangelist, Märtyrer
† nach 42 in Parthien in Mesopotamien (?)

Matthäus war einer der Apostel, er hieß ursprünglich Levi. Die ersten drei Evangelien erwähnen, dass er Zöllner in der antiken Hafenstadt Kapernaum war – also einer der von den Juden verachteten – weil im Dienst der römischen Besatzuingsmacht stehenden – Steuereintreiber. Das Evangelium, das seinen Namen trägt, berichtet, wie Jesus ihn vom Zolltisch weg berief und mit ihm aß (Matthäusevangelium 9, 9). Aus seinem Beruf als Zöllner kann man schließen, dass Matthäus über eine gewisse Bildung verfügt haben muss. Den Namen Matthäus erhielt er von Jesus.
09-21
Bild : griechische Ikone, 14. Jahrhundert

22. September:
Mauritius
Märtyrer
† 302 (?) bei Agaunum, dem heutigen St. Maurice im Wallis

Mauritius war römischer Offizier, Anführer der 22., der „thebäischen“ Legion, die in der Thebais – der Gegend um Theben – in Ägypten ausgehoben worden war und nur aus Christen bestand. Sie hatten sich geweigert, den alten Göttern zu opfern und sich an der Verfolgung der Christen zu beteiligen. Daraufhin ließ Maximianus, der Mitregent von Kaiser Diokletian, jeden zehnten Mann zur Abschreckung umbringen, was aber ohne Erfolg blieb. Er wiederholte das so lange, bis die ganze Legion ermordet war. Mit Mauritius gehörten zu den getöteten Führern Candidus, Innocentius, Exuperius , Constantinus sowie Vitalis Ursus und Victor entkamen zunächst und wurden später in Solthurn gemartert.
09-22
Bild: El Greco: Das Martyrium des Mauritius und seiner Thebäischen Legion, 1582, im Kloster des Escorial in Madrid

23. September:
Adamnan (Eunan)
Abt in Iona
* um 624 in Drumhome in der Grafschaft Donegal
† 704 auf der Hebrideninsel Iona

Von Mönchen in seiner Heimat erzogen, wurde Adamnan 650 Novize in Iona und 679 dort Abt. Er führte in Irland das römische Osterfest ein. Auf der Synode von Tara wurde 697 der „Kanon des Adamnan“ verabschiedet, der Frauen und Kinder in Kriegen schützte. Er war der Biograf von Kolumban . Gepriesen wurde er als mitfühlend und bußfertig, für sein Gebetsleben, für Glaubenseifer und Askese und für sein Schriftverständnis.

24. September:
Rupert (Ruprecht, Hrodpert) von Salzburg
Bischof von Salzburg, Glaubensbote in Ostbayern und Salzburg
* in Worms (?)
† 27. März 718 in Juvavum, dem heutigen Salzburg (?)

Rupert stammte wohl aus einer fränkischen Adelsfamilie, wird aber auch als iroschottischer Glaubensbote bezeichnet. Er war Bischof von Worms. Herzog == Theodo von Regensburg berief ihn um 700 nach Bayern; der Herzog unterstützte dann Rupert bei seiner Missionsarbeit bzw. bei der Revitalisierung früherer Missionsversuche nachdrücklich; er schenkte Rupert die Sakzquelle in (Bad) Reichenhall und die Stadt Juvavum. Rupert taufte Theodo und veranlasste ihn zu einer gemeinsamen Donauschiffahrt, um an den Ufern entlang bis nach Ungarn das Christentum zu verbreiten. Dabei unterstützt wurde er von Chunialdus und Gislarius. Nach längerer Wirksamkeit in und um Regensburg ging Rupert auch nach Juvavum; die Stadt war durch die Völkerwanderung weithin eine verwüstete und verwaiste Ruinenstadt. Er bewirkte ihren Wiederaufbau, förderte den Salzbergbau, wurde Abt im von ihm gegründeten Kloster St. Peter und erster Bischof dieser Stadt. Er gründete auch das Frauenkloster St. Erentrud auf dem Nonnberg. Rupert starb wohl in Salzburg, er wurde im neuerbauten Dom der Stadt beigesetzt. Heute ruhen Reliquien im Dom und in der Abteikirche St. Peter, der 24. September ist der Tag der Überführung der Gebeine. Rupert wird auch als Apostel Bayerns besonders verehrt.
09-24
Bild: barocke Figuren von Rupert (rechts) und seinem Nachfolger im Bischofsamt, Virgilius, in der Kirche St. Peter in Salzburg

25. September:
Nikolaus von Flüe
Einsiedler, Mystiker, Friedensstifter
* 1417 auf dem Flüeli bei Sachseln im Kanton Nidwalden
† 21. März 1487 daselbst

Nikolaus hatte schon als Kind und Jugendlicher einen ausgeprägten Hang zur Einsamkeit und zum stillen Gebet. Er nahm 1440 – 144 als Offizier am Krieg gegen Zürich teil, aber statt zu kämpfen schlug er sich lieber zum Gebet in die Büsche. Nach dem Krieg heiratete er Dorothee Wyss und wurde Vater von 10 Kindern. Er war Bauer, stieg 1459 zum Ratsherrn und Richter seiner Gemeinde auf. Man achtete ihn wegen seiner Gerechtigkeit und Klugheit; gegen höhere politische Aufgaben wehrte er sich. 1460 war er nochmals als Soldat am Feldzug gegen Thurgau beteiligt. Durch all die Jahre verließ ihn nie die heimliche Sehnsucht nach dem Einsiedlerleben. Als er seine Frau das erste Mal um Entlassung bat, war sie erschrocken und lehnte entsetzt ab. 1467 aber verließ er die Familie – das jüngste Kind war gerade ein Jahr alt -, um fortan als Einsiedler zu leben. Aus Angst vor dem Unverständnis und gar dem Zorn der Nachbarn über diese Entscheidung wollte er zunächst die Schweiz verlassen, fühlte sich von einer inneren Eingebung kurz vor Basel zurückgerufen. Er ging zunächst weit weg von seinem Heimatort auf eine Alpe, schließlich aber doch an den Ort, den er seit Kindestagen in einer Vision als seine Einsiedelei gesehen hatte: eine Klause der Ranftschlucht, nur einige Minuten vom Haus seiner Familie entfernt. Er lebte ein strenges Leben des Gebetes und der Buße, während der 19 Jahre seines Einsiedlerlebens nahm er außer der heiligen Kommunion keine festen Speisen zu sich, wie eine vom zuständigen Bischof angeordnete Untersuchung bestätigte. Der Versuchung des Teufels, der ihn in einen Dornbusch warf, widerstand er. Nikolaus war einer der letzten großen Mystiker des Mittelalters. Seine Zeitgenossen beobachteten sein asketisches Leben neugierig und misstrauisch, schließlich überwogen aber Faszination und Vertrauen. Von weither kamen Menschen, um sich bei „Bruder Klaus“ Rat zu holen, er galt als einer der ganz großen Berater und Seelsorger. Auf der „Tagsatzung“ in Stans vermittelte er 1481 den Frieden zwischen den uneins gewordenen Eidgenossen und rettete so die Schweiz.
09-25
Bild: Altarbild von 1492 – ehemals in der Pfarrkirche, heute im Museum Bruder Klaus in Sachseln

26. September:
Kosmas
Arzt, Märtyrer
* in Syrien (?)
† 303 in Ägea in Cilicien (?)

Die (Zwillings-?)Brüder Kosmas und Damian wirkten als Ärzte, behandelten die Kranken kostenlos und bekehrten dadurch viele Menschen zum Christentum. Erzählt wird, wie die beiden Ärzte, von Engeln assistiert, einem schlafenden Kranken das böse zerfressene Bein abnahmen und ihm ein gesundes ansetzten, das Damian einem gerade gestorbenen Mohren abgenommen hatte. In der Diokletianischen Christenverfolgung ließ der Präfekt Lysias die beiden der Überlieferung nach an Ketten gefesselt ins Meer werfen, aber ein Engel rettete sie. Ein Feuer, in dem sie vernichtet werden sollten, verbrannte die Umstehenden und ließ sie unverletzt. An Kreuze gebunden, kehrten die auf sie abgeschossenen Pfeile und auf sie geschleuderte Steine zu den Schergen zurück und erschlugen diese. Schließlich wurden sie mit drei weiteren Brüdern enthauptet. Ein Kamel mit menschlicher habe Stimme veranlasst, dass Kosmas mit Damian und den drei Brüdern bestattet werde; denn Kosmas hatte bestimmt, er wolle nicht neben seinem Bruder begraben werden, da dieser die Gaben der geheilten Palladia nicht zurückgewiesen hätte, um diese nicht zu beleidigen. Kosmas und Damian wurden fast im ganzen römischen Reich verehrt, so in Jerusalem und Rom, in Kilikien und Konstantinopel. Hier allein gibt es vier nach ihnen benannte Kirchen. Papst Felix IV. errichtete um 528 aus zwei antiken Tempeln die ihren Namen tragende Kirche in Rom. Im 9. Jahrhundert brachte Bischof Altfried von Hildesheim Reliquien nach Essen, andere sind in München und Hildesheim. In Sizilien werden bis heute ihnen zu Ehren Prozessionen durchgeführt, früher gab es solche auch in Hamburg, in Süddeutschland, in Südtirol und in Spanien.
09-26
Bild : Fra Angelico: Die Heilung der Palladia durch die Heiligen Cosmas und Damian. Ausschnitt aus dem Altar in San Marco

27. September:
Stanislaus von Krakau
Bischof von Kraków, Märtyrer
* um 1030 bei Kraków
† 11. April 1079 in Kraków

Stanislaus wurde nahe Kraków aus polnischem Adel geboren. Die Jugend- und Ausbildungszeit verbrachte er in Gnesen und Paris. Nach seiner Heimkehr wurde er Priester und Kanonikus in Kraków und schon als junger Mann im Jahr 1072 Bischof daselbst. Einen Toten habe er als Zeuge für einen Rechtsstreit um ein Grundstück der Kirche aus dem Grabe erweckt. Auf Befehl König Boleslaws II., „des Kühnen“, den er mehrfach wegen Grausamkeiten und ehelicher Untreue ermahnt und schließlich exkommuniziert hatte, wurde Stanislaus während einer Messe erschlagen und gevierteilt. Überlieferungen berichten, der König habe selbst das Urteil vollstreckt, weil seine Ritter sich geweigert hätten. Während Stanislaus schon wenige Jahre später als Heiliger verehrt wurde, musste Boleslaw nach Ungarn fliehen – das wütende Volk vertrieb den König ob seiner Untat am Bischof, wo er später auch starb. Stanislaus ist einer der meistverehrtesten Heiligen in Polen. Seine Überreste befinden sich in der Kathedrale von Krakau.
09-27

28. September:
Lioba von Tauberbischofsheim („Truthgeb“)
Äbtissin in Tauberbischofsheim
* um 700 / 710 in England
† 28. September (?) 782 in Schornsheim bei Mainz

Lioba war die Tochter eines Freundes und einer Verwandten des Bonifatius . Ihre Mutter träumte nach der Überlieferung vor der Geburt, dass eine Kirchenglocke auf ihrem Schoß bei Berührung zu läuten anfing, deutete den Traum auf ihr Kind und beschloss, es Christus zu weihen. So wurde Lioba im Benediktinerinnen -Kloster Wimborne erzogen und lebte in Klöstern in Kent und Wessex, die Bonifatius bei seiner Missionsarbeit unterstützten. So war Lioba mit dem Leben und dem Werk des Bonifatius vertraut, zwischen beiden entwickelte sich rege freundschaftliche Korrespondenz. Um 735 folgte auch Lioba der Bitte Bonifatius‘ um ihr Mitwirken, er hoffte, mit den gebildeten irischen Ordensfrauen sein Missionswerk zu veredeln. Er begann um Würzburg und im geschützten Thüringen Frauenklöster einzurichten, einen Vorposten bildete das Kloster Tauberbischofsheim. Um 750 berieft Bonifatius Lioba zur Äbtissin dieses Klosters und als Oberleiterin der übrigen von ihm gestifteten Klöster. Auch Lioba gründete in den folgenden Jahren mehrere Klöster. Sie starb auf einer Visitationsreise.

29. September:
Gabriel
Erzengel

Der Erz-Engel Gabriel wird auch als weibliches Wesen vorgestellt, dann ist sie der Engel der Verkündigung, der Auferstehung und der Gnade. Im Alten Testament richtete Gabriel den zu Boden gestürzten Daniel auf, erklärte ihm seine Geschichte und prophezeite ihm die Ankunft des Messias (Daniel 8, 16 und 9, 20 ff). Gabriel hat Zacharias im Tempel die Geburt seines Sohnes Johannes, des Täufers, verkündet (Lukasevangelium 1, 11), erschien Joseph im Traum mit der frohen Botschaft von der Geburt Jesu (Matthäusevangelium 1, 20) und hat diese auch Maria (Lukasevangelium 1, 26) und den Hirten (Lukasevangelium 2, 9) verkündet. Die Volksüberlieferung kennt Gabriel als den, der die – dabei stets protestierende – Seele aus dem Paradies holt und während der neun Monate der Schwangerschaft erzieht. Bei der Reform des liturgischen Kalenders wurde 1969 der Gedenktag vom 24. März auf den 29. September verlegt.

Bild : Hubert und Jan van Eyck (1432): Genter Altar, Bavo-Kathedrale in Gent

30. September:
Hieronymus
Priester, Kirchenlehrer
* um 342 in Stridon, dem heutigen Sdrin in Kroatien
† 30. September 420 (oder 419?) in Bethlehem

Sophronius Eusebius Hieronymus wurde als Sohn christlicher Eltern, die ihn allerdings nicht taufen ließen, in Stridon an der Grenze der römischen Provinzen Dalmatien und Pannonien, geboren. Er studierte in Mailand und Rom, stürzte sich seinem Temperament entsprechend ins Leben der Weltstadt, fühlte sich mehr zu Cicero und Platon hingezogen als zur Bibel, bis ihm nach der Legende im Traum ein Engel die Bücher aus der Hand nahm und ihn vor den himmlischen Richter brachte. 366 wurde er getauft. Hieronymus setzte seine Studien in Trier fort, wo er das Klosterleben kennen lernte, dann in Aquileia, wo er sich 373 dem asketischen Bund „Chor der Seligen“ anschloss. Hieronymus verließ die Mönchsgemeinschaft aufgrund interner Streitigkeiten und kam 375 nach Antiochien – dem heutigen Antakya – wo er die Heimreise krankheitshalber abbrechen musste, Griechisch und Hebräisch erlernte und Schüler bei Apollinaris von Laodicea wurde; 379 wurde er zum Priester geweiht. 382 kehrte er nach Rom zurück. Nach dem Tod eines Gönners wollten einige Anhänger ihn auf den Stuhl Petri wählen; andere, denen seine Kritik am Klerus missfiel und die ihn ob seiner Wirkung auf Frauen verleumdeten, verhinderten dies. Enttäuscht verließ er 385 Rom und ging mit einer Gruppe von Frauen über Ägypten nach Bethlehem, wo er zusammen mit Paula vier Klöster gründete: drei Nonnenklöster und eines für Mönche, dessen Leitung er übernahm.

Bild : Michelangelo Caravaggio (1573 – 1610): Hieronymus in der Höhle, Galleria Borghese in Rom

Quellenhinweis: Ökumenisches Heiligenlexikon – www.heiligenlexikon.de
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