Weisheiten

Täglicher Spruch aus dem Philosophenlexikon

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Kleine und große Weisheiten

Arthur Schnitzler, österr. Schriftsteller, 1862 – 1931

Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort.

 

Karlheinz Böhm, Schauspieler, gründete 1981 Menschen für Menschen, 16. 3. 1928

Es gibt nicht fünf Milliarden Menschen, sondern fünf Milliarden Mal EINEN Menschen.

 

Friedrich Schiller, deutscher Dichter, (1759 – 1805)

Einfachheit ist das Resultat der Reife.

Die schönsten Träume von der Freiheit werden im Kerker geträumt.

Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.

Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bund der Dritte.

Was wir als Schönheit hier empfunden, wird bald als Wahrheit uns entgegengehen.

Des Menschen Wille ist sein Glück.

Die Jahre fliegen pfeilgeschwind.

In wenig Tagen kann sich viel ereignen.

Nimm die Stunde wahr, ehe sie entschlüpft.

 

Lucius Annaeus Seneca, römischer Dichter und Philosoph, 4 v. Chr. – 65 n. Chr.

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Es ist nicht wenig Zeit, die wir zur Verfügung haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.

Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält.

Lang ist der Weg durch Lehren, kurz und wirksam durch Beispiele.

Zeit: die einzige Anleihe, die selbst ein dankbarer Empfänger nicht zurückzahlen kann.

Wer nicht zu schweigen weiß, der weiß auch nicht zu reden.

Lang ist der Weg durch Lehren, kurz und wirksam durch Beispiele.

 

Sokrates, griechischer Philosoph, 470 – 399 v. Chr.

Bedenke, dass die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind, dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein.

Nur der ist weise, der weiß, dass er es nicht ist.

Lernen besteht in einem Erinnern von Informationen, die bereits seit Generationen in der Seele des Menschen wohnen.

Die Kinder von heute sind Tyrannen. sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern.

Die Zeit wird kommen, wo unsere Nachkommen sich wundern, dass wir so offenbare Dinge nicht gewusst haben.

Von der Zukunft hängt ab, wer nicht versteht, in der Gegenwart zu wirken.

Wie in einem Theaterstück kommt es im Leben nicht darauf an, wie lange es dauert, sondern wie gut es gespielt wird.

 

Johann Wolfgang von Goethe, geboren am 28.8.1749 in Frankfurt (Main), gestorben am 22.3.1832 in Weimar

Das Wahre kann bloß durch seine Geschichte erhoben und erhalten, das Falsche bloß durch seine Geschichte erniedrigt und zerstreut werden.

Das Glück ist nicht einer kurzlebigen Freude gleichzusetzen, es ist vielmehr eine geheime, ein ganzes Leben lang wirkende Kraft!

Das höchste Glück ist das, welches unsere Mängel verbessert und unsere Fehler auslöscht.

Das Leben lehrt uns, mit uns und anderen weniger streng zu sein.

Das mächtigste Hirngespinst ist die öffentliche Meinung: Niemand weiß genau, wer sie macht, niemand hat sie je persönlich kennen gelernt, aber alle lassen sich von ihr tyrannisieren.

Das Vergangene können wir nicht zurückrufen, über die Zukunft sind wir eher Meister, wenn wir klug und gut sind.

Jugend ist Trunkenheit ohne Wein.

 

Leonardo da Vinci, 1452 – 1519

Das Glück besteht darin, in dem zur Maßlosigkeit neigende Leben
das rechte Maß zu finden.

 

 

Freundschaft

Des Freundes Ermahnung ist immer von Nutzen. (Homer)

Ein Freund ist eine einzige Seele, die in zwei Körpern wohnt. (Aristoteles)

Unter allem, was die Weisheit zum 
glücklichen Leben beiträgt, von allen 
Geschenken, die uns das Schicksal gewährt,
gibt es kein größeres Gut als die
Freundschaft – keinen größeren Reichtum,
keine größere Freude. (Epikur)

Ohne Freunde können wir kein
vollkommenes Leben haben. (Dante Alighieri)

So selten treue Liebe ist,
treue Freundschaft ist noch seltener. (La Rochefoucauld)

Die einzige Rose ohne Dornen ist die
Freundschaft in dieser Welt. (Marie Jeanne de Riccoboni)

Die Liebe geht darauf aus, aus zweien eins zu
machen, die Freundschaft darauf, aus jedem
zwei zu machen. (Friedrich Schleiermacher)

Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut
denken kann. (Ralph Waldo Emerson)

Ein wahrer Freund trägt mehr zu unserem
Glücke bei als tausend Feinde zu unserem
Unglück. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Auf dem Wege zu deinen Freunden soll kein
Gras wachsen. (Bjoernst Jerne Bjoernson)

Freundschaft – das ist wie Heimat. (Kurt Tucholsky)

 

Musik

Die Musik zielt darauf hin, das Herz mit edlen
Gefühlen zu erfüllen. (Konfuzius)

Von der Musik wird alles erfasst, was Leben
hat, da sie die Seele des Himmels ist. (Cicero)

Die Musik ist imstande, bei Unglück in der
Liebe zu trösten. (Diogenes)

Es fließt mir das Herz über vor Dankbarkeit
gegen die Musik, die mich so oft erquickt und
aus großen Nöten errettet hat. (Martin Luther)

Die Musik ist unter allen Künsten die rein
menschlichste, die allgemeinste. (Jean Paul)

Die Musik schließt dem Menschen ein
unbekanntes Reich auf, eine Welt, die nichts 
gemein hat mit der äußeren Sinnenwelt, die
ihn umgibt und in der er alle bestimmten
Gefühle zulässt, um sich einer
unaussprechlichen Sehnsucht hinzugeben. ( E. T. A. Hofmann)

Die Musik überhaupt ist die Melodie, zu der
die Welt der Text ist. (Arthur Schopenhauer)

Musik ist die Kunst, das Ohr zu vergnügen,
das Herz zu rühren, den Verstand in
angenehme Tätigkeit zu versetzen und die
Einbildungskraft mit mannigfaltigen
Vorstellungen zu versehen. (Johann Christian Lobe)

Die Musik gibt Stimmungen und Situationen
über alles greifbare und sichtbare Dasein
hinaus und lässt uns wach träumen. (Berthold Auerbach)

Musik allein ist die Weltsprache und braucht
nicht übersetzt zu werden, da spricht Seele zu
Seele. (Berthold Auerbach)

Ich denke nur Musik. Ich bin verliebt in die
Musik – ich liebe die Musik, ich denke nichts
als sie und an anderes nur, wenn es mir
Musik schöner macht. (Johannes Brahms)

Musik ist die Beschreibung der Welt ohne
Worte und Begriffe. Sie ist eine Philosophie
der Gefühle. (Carl Ludwig Schleich)

 

Leben

Der Reiche ist nicht immer der Zufriedene,
aber der Zufriedene ist immer der Reiche.
(Albrecht Goes)

Der sicherste Weg, eine Arbeit loszuwerden, ist,
sie anzufangen.
(Robert Lembke)

Die Jugend wäre eine schöne Zeit,
wenn sie später im Leben käme.
(Charly Chaplin)

Viel Denken,
nicht viel Wissen soll man pflegen.
(Demokrit)

Investieren in Wissen
zahlt die besten Zinsen.
(Benjamin Franklin)