Welt des Weines

Wer es gelernt hat, den Wein zu genießen, der genießt nicht nur den Wein, sondern dem öffnet sich eine Welt – voll Herrlichkeit!
(Ausspruch von Dali)

Man trinkt Wein nicht nur, sondern man inhaliert ihn, sieht ihn an, probiert ihn, schluckt ihn. Und man redet darüber.
(König Edward VII (1841 – 1910) Englischer König

Hast Du gewusst, dass …
Italien
Qualitätsstufen des österreichischen Weines
Rebsorten
Südafrika
Vinum – Rund ums Weinwissen
Wein und Essen
Weissweinbereitung

 

Vinum – Rund ums Weinwissen

Aromen
sind die angenehmen, erwünschten, von den Trauben stammenden Düfte im Wein

Ausstich
Die österreichische Bezeichnung für einen qualitativ hochwertigen Wein. Der Name stammt vom Brau, dass ein Kellermeister in größeren Betrieben sein bestes Fass jedes Jahr auswählt oder „heraussticht“.

Barrique
Ein 225 Liter Eichenfass. Die dazu verwendeten Eichen kommen hauptsächlich aus Frankreich, Amerika und der Steiermark. Ein im Barrique ausgebauter Wein weist durch das Fass Röstaromen sowie Vanille- und Carameltöne auf und gilt als Qualitätssteigerung!

Bukett
entsteht bei allen Rebsorten im Prozess der Weinwerdung

REINER SATZ
Damit ist der ANBAU EINER EINZIGEN Rebsorte im Weingarten gemeint.

Tannine
Die im Wein enthaltenen Gerbstoffe. Sie sind gerade bei Rotwein ein entscheidender Faktor für die Reifefähigkeit und Lagerfähigkeit

Toasting
Man versteht darunter den Fasseinbrand, hauptsächlich bei Barriquefässern, der zusätzliche Aromen abgibt und unterscheidet zwischen hellem, mittlerem und starkem Toasting

 

Qualitätsstufen des österreichischen Weines

Das österreichische Weingesetz unterscheidet 3 Qualitätsstufen, für die unterschiedliche Normen gelten:

Tafelweine
Tafel- oder Tischwein

Landweine

Qualitätsweine
min. 15º KMW Mostgewicht
In einem einzigen Weinbaugebiet geerntet und Herstellung in der Weinbauregion
des betreffenden Weinbaugebietes und/oder in angrenzender Region.
Mindestens 9 % Vol. vorhandener Alkohol
Nur zugelassene Qualitätsweinrebsorgen
Muss sensorisch entsprechen
Muss staatlich geprüft werden.

Zu den Qualitätsweinen gehören:

Kabinett
muss den Bestimmungen von Qualitätswein entsprechen
Außerdem min. 17º KMW, max. 13% Vol., max. 9g/l Restsüße,
darf nicht angereichert werden, darf keine Restsüße verliehen werden.

Prädikatsweine
sind Qualitätsweine besonderer Reife und Leseart
Restsüße nur durch Gärungsunterbrechung
Mind. 5 % Vol. vorhandener Alkohol
Das Lesegut muss einem amtlichen Mostwäger vorgeführt werden
Ernte mit Lesemaschinen verboten (Ausnahme Spätlese und Eiswein)

Spätlese
mind. 19º KMW Mostgewicht
Vollreifer Zustand bei der Ernte

Auslese
mind. 21º KMW Mostgewicht
Positivauslese ( Aussonderung aller nicht vollreifen, fehlerhaften und kranken Beeren)

Eiswein
mind. 25º KMW Mostgewicht
Trauben müssen bei der Lese und Kelterung gefroren sein

Strohwein
mind. 25º KMW Mostgewicht
Aus Beeren, die mind. drei Monate auf Stroh oder Schilf gelagert oder luftgetrocknet werden

Beerenauslese
mind. 25º KMW Mostgewicht
Aus überreifen und/oder edelfaulen und eingetrockneten Beeren
Ausbruch
mind. 27º KMW Mostgewicht
Aus überreifen/edelfaulen und eingetrockneten Beeren
Mostauslaugung möglich

Trockenbeerenauslese
mind. 30º KMW Mostgewicht
Aus edelfaulen, rosinenartig eingeschrumpften Beeren

 

Weissweinbereitung

Die Trauben werden meist gerebelt und leicht gequetscht. Die dabei entstehende Masse (Maische) kann nun sofort oder erst nach einer gewissen Standzeit abgepresst werden.

Most, der durch den Eigendruck der Trauben frei abfließt, heißt Seihmost, Pressmost entsteht bei normalem Druck, Scheitermost aus bereits einmal abgepressten Beeren bei starkem Druck der Presse. Als feste Rückstände bleiben die Trester nach dem Pressvorgang zurück.

In den folgenden 12 bis 24 Stunden ruht der Most in einem hohen, schlanken Behälter, auf dessen Boden sich im Laufe der Zeit Trübstoffe wie Kerne, Schmutz oder Schalenreste absetzen – der Most klärt sich. Nach dieser Entschleimung wird die Gärung eingeleitet. Ob mit der natürlichen oder der Reinzuchthefe, in acht bis zehn Tagen sollte der Vorgang abgeschlossen sein, die Gärtemperatur liegt zwischen 14 und 20º C.

Der vergorene Traubensaft wird zu Wein. Er wird zunächst einmal geschwefelt und bekommt erneut eine 2-3wöchige Ruhepause zur Klärung. In diesem Stadium wird der junge Wein auch geschönt. Der darauffolgende Abstich ist die Trennung des Weins vom Geläger. Ausgebaut wird der Wein je nach erwünschtem Resultat in Stahltanks, Barrique oder Holzfässern.

rebeln, quetschen
Maische
stehen lassen, pressen
entschleimen
geklärter Most
Gärung
Sturm, Jungwein, Geläger
schwefeln, klären lassen
schönen, abziehen
ausbauen
abfüllen

 

Wein und Essen

Bei diesem Thema kursieren die verschiedensten Meinungen. Wichtig ist aber vor allem, dass man trinkt, was einem selbst schmeckt, wenn man einige Regeln beachtet:

Weinkiller
scharfe Gewürze wie Chili, Pfeffer, Curry usw., sowie Essig, Schokolade, Sardellenpaste, Eidotter in konzentrierter Form, befördern jeden Wein ins geschmackliche Abseits.

Charakter von Wein und Speise beachten
einfacher Wein zu simplen Gerichten, kräftiges Gericht und voller Wein, aufwendiger Gang braucht einen nuancenreichen Tropfen

Identer Duft/Geschmack
Weine und Speisen haben oft idente Geschmacksnoten: Spargel und Sauvignon blanc, Walnuss und Weißburgunder, Limettencreme mit Zimt zum Muskateller, Steak passt ideal zu den Röstaromen eines Blaufränkisch Barrique oder Shiraz.

Kochwein-Trinkwein
Zum Kochen sollte auch nur Wein verwendet werden, der gut zu trinken ist. Minderwertige oder gar korkkranke Weine sind auch nicht für den Kochtopf geeignet.

Wein süßer als das Dessert
Deutlich süßer als das Dessert sollte auch der Wein dazu ausfallen. Beeren und Prädikatsweine beispielsweise bilden eine Harmonie!!

Eine logische Abfolge von Weinen lautet:
Weiß vor Rot
Jung vor Alt
Aufsteigender Alkoholgehalt
Neutrale vor Bukettsorten

 

Hast du gewusst, dass…

Die Hauptanbausorten in Österreich Grüner Veltliner und Zweigelt sind?

Österreich ca. 36.000 Weinbauern und Weinbaubetriebe hat?

In Vorarlberg Wein angebaut wird? Zum Beispiel bei Franz Nachbaur in Röthis! Vorarlberg zählt zum Weinanbaugebiet Bergland, zusammen mit Kärnten, OÖ, Salzburg und Tirol und dieses Weinanbaugebiet misst 17 ha, wobei die Gesamtanbaufläche in Österreich ca. 51.000 ha beträgt!

Müller-Thurgau dasselbe ist wie Rivaner oder Riesling-Sylvaner und eine Kreuzung zweier Rebsorten ist, die von Herrn Müller im Thurgau entdeckt wurde?

Der durchschnittliche Pro-Kopf-Weinkonsum in Österreich pro Jahr 32 Liter beträgt?

Morillon und Chardonnay dasselbe sind, sowie Blauer Zweigelt und Rotburger, oder Sauvignon blanc und Muskat-Sylvaner?

Österreich das strengste Weingesetz der Welt hat?

Nur Wein gewonnen aus Trauben von Weingärten mit über 26% Hangneigung sich Bergwein nennen darf?

 

Rebsorten

Eine kleine Auflistung der Rebsorten mit typischen Charakteristiken.

Chardonnay
Haselnüsse, Mandeln, Honig
Wussten Sie, dass auf ca. 120.000 ha Chardonnay rund um den Globus angebaut wird? Der Name „Chardonnay“ (übersetzt: Ort voller Disteln) stammt höchstwahrscheinlich von einem gleichnamigen Ort in Burgund.

chardonnay

Chardonnaytraube

Grüner Veltliner
Pfefferl, Tabak, Grapefruit, grüner Apfel
Wussten Sie, dass die Herkunft unbekannt ist, Spuren weisen jedoch in die Römerzeit zurück. Nachweisbar im 18. Jh als Grüner Muskateller in Niederösterreich. Hauptsorte in Österreich mit Zentren im Weinviertel, Kamptal, Kremstal, Donauland, Wachau.
Das Hauptanbaugebiet des Grünen Veltliner ist ohne Zweifel in Österreich zu suchen.

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Grüne Veltlinertraube

Müller-Thurgau/Rivaner
muskierend, Stachelbeeren
Wussten Sie, dass vor mehr als hundert Jahren diese Rebe gezüchtet wurde und sie gilt als älteste und bekannteste Neuzüchtung. Ihre Existenz und ihren eigentlichen Namen „Müller-Thurgau“ verdankt sie Professor Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau.

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Rivanertraube

Riesling/Rheinriesling
Pfirsich, Marille, Ananas, exotische Früchte, im Alter Petrolton
Wussten Sie, dass das diese Weinrebensorte erstmals 1435 in Rüsselsheim (D) Anbau nachgewiesen wurde. Die Wachau reklamiert aufgrund einer urkundlichen Erwähnung eines Weingartens namens Ritzling den Sortenurprung jedoch auch für die eigene Region.
In Österreich überwiegend in der Wachau (wo sie hervorragende Weine hervorbringt), Kamptal, Donau

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Welschrieslintraube

Sauvignon blanc
Brennessel, Papirka, Hollunder, Spargel, Gras
Wussten Sie, dass die Rebe aus dem Süden Frankreichs stammt, seit der ersten Hälfte des 18. Jh. urkundlich nachweisbar ist. In Östereich vor allem in der Steiermark verbreitet. Sie treibt zwar spät aus, kann aber früh gelesen werden. Sauvignon Blanc wird sowohl im Stahltank als auch im Holz ausgebaut. Sind sie im Eichenfass nachgereift, werden sie als „Blanc Fumé“ oder „Fumé Blanc“ etikettiert.

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Sauvignontraube

Traminer
Rose, Veilchen
Wussten Sie, dass der Traminer eine der Ursorten Europas ist. Der Name kommt von der Stadt Tramin in Südtirol, wo er im Mittelalter das erste mal kultiviert wurde. Der Traminer zählt in guten Jahren und bei später Lese zu den besten der Weißweinsorten. Die fein differenzierten Weine weisen eine würzige, an Wildrosenduft erinnernde Art auf. Der Gewürztraminer ist eine Spielart mit intensiven Geschmacksnuancen.

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Traminerrebe

Weissburgunder/Pinot blanc
Walnuss, Honig, Lindenblüten
Wussten Sie, dass nachweislich bekannt der „Pinot blanc“
(wie er in Frankreich genannt wird) bereits seit dem 14. Jahrhundert ist. Er entstand durch Mutation aus dem Grauen Burgunder.

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Weißburgunderrebe

Welschriesling
Heublumen, Äpfel
Wussten Sie, dass unterschiedliche Herkunftsdeutungen herrschen: Italien und Frankreich.
In Österreich zweitwichtigste Sorte nach dem Grünen Veltliner. Vorwiegend im Burgenland und in Niederösterreich, aber auch in der Steiermark. Da er spät reift, erreicht er nur unter günstigen Bedingungen, in guten Weinjahren hervorragende Qualitäten. In manchen Gebieten wird er auch gerne als Sektgrundwein verwendet.

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Welschrieslingrebe

Nun zu den roten Sorten …….

Blaufränkisch
Brombeeren, Weichseln
Wussten Sie, dass Synonyme:
Lemberger, Limberger, Kekfrankos sind?
Die Herkunft ist unbekannt, vermutlich alte österreichische Sorte.
94 Prozent der Anbaufläche sind im Burgenland

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Blaufränkischrebe

Blauer Wildbacher
Apfel, Gras, Brennessel, Sauerampfer
Wussten Sie, dass er eigentlich Schilcher genannt wird aber die korrekte Bezeichnung der Rebsorte ist „Blauer Wildbacher“. Der Name stammt von einem Bach ab, nämlich vom Wildbach in der Herrschaft Wildbach bei Deutschlandsberg, wo die Rebe gezogen worden sein soll. Der Name Schilcher hingegen ist eine Ursprungsbezeichnung und zugleich ein um österreichischen Weingesetz festgelegter Gebietsschutz. Er leitet sich von dem eigentümlichen Schillern der Farbe diese Weines ab. Als Schilcher dürfen nur Weine deklariert und vermarktet werden, die zu 100% aus der Blauen Wildbacher-Traube gekeltert werden und ausschließlich in der Steiermark gewachsen sind. Der Schilcher ist kein Roséwein, sondern ein Rotwein.

wildbacher

Wildbachertraube

Cabernet Sauvignon
Cassis, Eukalyptus, Minze
Wussten Sie, dass die Rebe höchstwahrscheinlich aus Frankreich stammt (natürliche Kreuzung von Cabernet Franc x Sauvignon Blanc); urkundlich erstmals 1635 im Bordeaux erwähnt wurde. Sie ist eine alte Bordeaux-Traube, im Altertum als Biturica bekannt und gehört zu den Rebsorten, die einen der besten Weine der Welt liefern. Sie wird fast in jedem Land angebaut und bringt einen Typus Wein, der rund um die Welt immer gleich anmutet. Durch die hohen Tanningehalte ist der Wein fast unbegrenzt haltbar. In der Jugend schmeckt er von Gerbstoff betont, rau nach frisch geschlagenem Holz; im Alter prunkt er, wenn er gut geraten ist, mit einer Vielfalt von Aromen schwarzer Beeren und lädt zum träumen ein.
In Österreich seit 1986 als Qualitätsweinsorte zugelassen. In den vergangenen Jahren vermehrt v.a. im Burgenland und in Niederösterreich ausgepflanzt.

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Cabernettraube

St. Laurent
Weichsel, rote Beeren
Wussten Sie, dass der St. Laurent ist eine für Österreich typische Rebsorte ist. International wird Sie sehr wenig angebaut. Die Rebe gedeiht auf den meisten Böden gut, obwohl sie leichtere Böden bevorzugt. Die Erträge sind sehr unregelmäßig, da die Blüten sehr empfindlich sind. Es werden jedoch regelmäßig Spitzenqualitäten erzielt, die sich allerdings erst nach einer gewissen Reifephase voll entfalten können.

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St. Laurenttraube

Zweigelt
Kirsche, Weichsel, Rote Rüben
Wussten Sie, dass der Zweigelt in den zwanziger Jahren aus St. Laurent x Blaufränkisch gezüchtet wurde und eine österreichische Spezialität ist. Um gute Qualitäten zu erzielen bedarf es fruchtbarer, nährstoffreicher Böden. Der Wein ist sehr lagerfähig.

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Zweigelttraube

Pinot Noir/Blauburgunder
Zwetschken, Pflaumen
Wussten Sie, dass Die Heimat dieser edlen Rebsorte das Burgund ist. Der Name Pinot, abgeleitet vom Französischen „pin“ = Fichte bzw. Fichtenzapfen, weist auf seine klassische Traubenform hin. Der Blauburgunder zeigt, wie auch andere Burgundersorten, in seinen Eigenschaften eine große Variabilität, was sich auch an der Vielzahl zur Verfügung stehender Klone zeigt. Jedes Weinbaugebiet hat bestimmte, auf sein Klima und seine Böden zugeschnittene Klone. Die Sorte stellt hohe Ansprüche an die Vinifikation. Im Anbau bereitet der Pinot noir keine größeren Probleme.

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Pinotnoirtraube

 

Südafrika

In Südafrika wird der Weinbau schon seit 1659 betrieben, wo die Holländer in der Kap-Region Weinreben auspflanzten. Südafrika kann mit Stolz auf seine Weinbaugeschichte zurückblicken. Eben diese Region ist auch heute noch Südafrikas Weinanbaumittelpunkt. Der Weinbau ist hauptsächlich genossenschaftlich geregelt, wobei immer mehr Einzelpersonen die klimatisch günstigen Verhältnisse für ihre Leidenschaft nutzen. Ca. 5000 Produzenten bauen auf ca. 100.000 ha Wein an. Dies bedeutet, dass Südafrika der siebtgrößte Weinerzeuger der Welt ist und er trägt mit 3 – 4 % zur Gesamterzeugung, auf der Erde bei.

Produziert werden Weißweine, Rotweine und auch Dessertweine.

Die meistangebaute Rebsorte des Landes ist Chenin blanc (1/3) und bei den Rotweinen Cinsault. Daneben sind Shiraz, Cabernet Sauvignon und Semillon und Kap-Riesling (nicht der uns bekannte Rheinriesling) von Bedeutung.

Ein für Südafrika typischer Wein ist der PINOTAGE, der eine Kreuzung der Rebsorten Pinot Noir (Blauburgunder) und Cinsault ist. Pinotage war von jeher die Rebsorte die in Südafrika den Ursprung hat. Heute ist der Pinotage die „Spezialität“ in Bezug auf Weine aus Südafrika, die bei uns angeboten werden.

Die Weine gedeihen bei sehr mildem Klima bei mediterraner Charakteristik. Die mäßigen Einflüsse zweier großer Meere, des Atlantiks und des Indischen Ozeans, kommen den Weinberg zugute. In den verschiedenen Gebieten ist vor allem der Niederschlag ein Thema: In manchen Regionen gibt es reichlich davon, in anderen aber muss zusätzlich bewässert werden.
Zur Erntezeit ist zu erzählen, dass in dieser südlichen Hemisphäre die Jahreszeiten gegenläufig zu den unsrigen sind. Die Traubenlese findet zwischen Jänner und April je nach Traubensorte und Gebiet statt.

Die wichtigsten Regionen in Südafrika sind:
Coastal Region
(Swartland, Paarl, Stellenbosch, Constantia, Durbanville)
Stellenbosch und Paarl sind die Zentren des Weinbaus am Kap.
Breede River Valley Region
(Worcester, Robertson, Swellendam)

Größtenteils Weissweinproduktion
Bekannte Produzenten sind KMV, Fairview, Kanonkop, Simonsig, De Wetshof und Indaba.

Die Qualität der südafrikanischen Weine ist generell sehr hoch. Durch immer mehr Einzelproduzenten, die das Klima und das Traubengut optimal zu nutzen wissen, erzielen südafrikanische Weine sehr gute Kritiken, und bringen vor allem sehr fruchtige, komplexe Weine hervor! Man darf sicherlich sagen, Südafrika zählt heute für den Weinfreund zu einem der vielversprechendsten Gebieten der Erde.

 

Italien

Italien ist heute das (in den meisten Jahren) größte weinproduzierende Land der Welt und trägt ein Fünftel zur Weltproduktion bei. 1995 wurde mit nur 53 Millionen Hektoliter die bisher kleinste Ernte eingebracht.

Die wichtigsten Weinbaugebiete sind:
Piemont, Apulien, Toskana Umbrien, Südtirol, Venetien, Trentino und Sizilien

Qualitätsstufen : 2 Kategorien

Tafelweine:
Vino da tavola : sehr einfache Weine, Herkunftsbezeichnung ist nicht erlaubt.
Vino da Tavola con Indicazione Geografica (IGT): Tafelweine mit einer spezifischen regionalen Charakteristik. Am Etikett steht der Name der Region, aus der sie kommen. Äquivalent zum französischen Vin de Pays.

Qualitätsweine:
DOC – Denominazione di Origine Controllata
Die Bezeichnung garantiert, dass der Wein aus dem genannten Gebiet kommt und nach Produktionsmethoden, Erträgen und Sortenzusammensetzungen den Bestimmungen entspricht.

DOCG – Denominazione di Origine Controllata é Garantita
Diese Kategorie ist für einige spezielle, sehr genauen Bestimmungen und Kontrollen unterliegenden Weinen reserviert. Zu Beginn der 80er Jahre entstanden die ersten DOCG-Gebiete durch Aufwertung von ganzen DOC-Gebieten, denen laufend neue hinzugefügt werden.
Bis 1992 war das Qualitätsprädikat DOCG zusätzlich zu den ursprünglichen Rotweinen Brunello di Montalcino, Vino Nobile di Montepulciano, Barolo, Barbaresco und Chianti an Gattinara, Carmignano, Torgiano Riserva und Taurasi verliehen worden.

Piemont
Das Piemont ist eine ländliche, weinbaulich hochambitionierte Region. Berühmt für Barolo, Barbaresco und Barbera.

Barolo: Barolo ist ein kleines Anbaugebiet und umfasst das Territorium von 11 Dörfern. Die wichtigsten sind Serralunga, Monforte, Castiglione, Faletto, La Morra und Barolo selbst. Die Rebkulturen erstrecken sich bis auf 500 m. Die Weine werden aus der Nebbiolo-Traube gekeltert und sind wuchtig und zart zugleich. Sie dürfen frühestens nach 3 Jahren freigegeben werden, müssen davon mindestens 2 Jahre im Holzfass reifen. Traditionell verbleiben die Weine sogar länger im Fass.

Barbaresco: Die Weinberge von Barbaresco ziehen sich über ein Gebiet von 3 Gemeinden: Treiso, Neive und Barbaresco. Ungefähr 2,5 Mio Flaschen werden hier erzeugt.

Der Wein wird aus einer Rebsorte gekeltert: Nebbiolo. Im Barbaresco-Gebiet fallen die Weine weniger üppig aus, da die Weinberge tiefer liegen als die im Barolo und leichteren Boden haben. Der Wein ist mehr geprägt durch die Frucht als durch das Tannin. Die Weine werden traditionell in Eichenfässern ausgebaut, in denen sie mindestens ein Jahr reifen müssen, bevor sie nach 2 Jahren verkauft werden dürfen

Barbera: Die Barbera-Traube ist die am weitesten verbreitete Sorte im Piemont. Vor allem in der Provinz Asti, aber auch in Alba sehr stark vertreten. Der Barbera ist ein Wein von mittlerem Körper, tanninarm von Natur, dafür ausgesprochen fruchtig. Traditionell werden sie in großen Eichenfässern, mittlerweile aber auch in Barrique ausgebaut. Bukett: Sauerkirschen, Gewürznelken, Marmelade und Tabak.

Nebbiolo: ergibt hellfarbene Weine, die aber sehr langlebig und tanninreich sind. Kirschkompott- und Zimtanklänge, erinnern an getrocknete Blumen (Veilchen) und Teer.

Weitere Anbaugebiete des Piemont: Moscato d´Asti, Roero, Ghemme, Gavi, Gattinara

Toskana
Das Land zwischen dem Apennin und dem Tyrrhenischen Meer ist eine der schönsten und besterhaltensten Kulturlandschaften Europas. Weinbau findet in der Hügelzone fast überall statt. Ein Drittel der Toskana bedeckt das Chianti.

Bolgheri: Das kleine Dorf südlich von Pisa ist die Heimat des berühmtesten Weins Italiens; der Sassicaia .Er wird ausschließlich aus Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc Trauben gekeltert – also untypische Sorten für die Toskana, die aber in dem warmen, meernahen Landstrich opulente, geschmacksintensive Weine hervorbringen.

Brunello di Montalcino: Der Brunello ist der international am höchsten geschätzte DOCG-Rotwein Italiens: ein üppiger, muskulöser Wein mit einem tiefen Zedern- und Brombeerduft und viel weichem, aber kräftigem Tannin. Er wird reinsortig aus der Sangiovese-Traube gekeltert, aber einer besonders kleinbeerigen Spielart, die Brunello genannt wird.

Chianti: Das Chianti reicht von Pisa im Norden über Florenz und Siena bis nach Montalcino im Süden. Es ist in 7 Chianti-Unterzonen eingeteilt, von denen nur eine größere Bedeutung besitzt, das Chianti Classico zwischen Florenz und Siena. Für einfachen Chianti gelten die lockersten, für den Chianti Classico die strengsten Bestimmungen. Gemeinsam aber haben alle Chianti-Weine eines: Das sie ganz oder überwiegend aus der Sangiovese Traube gekeltert werden. In der Spitze ergeben sie konzentrierte Weine mit trockenem Tannin und feinem Brombeeraroma – Weine von Eleganz.

Vino Nobile di Montepulciano: Ein anderer bedeutender Wein der Südtoskana ist der Vino Nobile. Er wächst auf den Hügeln um das gleichnamige Städtchen und wird aus den Trauben der Sorten Sangiovese sowie Canaiolo und Mammolo gewonnen. Auf gewissen Lagen werden Weine gekeltert, die Rosso die Montepulciano genannt werden.

Weitere Anbaugebiete der Toskana: Carmignano, Montescudaio, Morellino di Scansano, San Gimignano, Val di Cornia